Aus unseren Projekten - Archiv

Mo

01

Apr

2019

Ein Projekt für junge Frauen in Kongo

Im April startet das 2-jährige Projekt mit unserem Partner Children’s Voice (CV) in Kongo. Durch Kriege und bewaffnete Kämpfe in dem Land haben viele Menschen keine Schulbildung bekommen und sind von schlimmen Erlebnissen traumatisiert. Im Rahmen des Projektes werden 100 Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren eine psychologische und gesundheitliche Betreuung bekommen, um ihre traumatischen Erfahrungen verarbeiten zu können. Zusätzlich werden sie in einem Lernzentrum von CV die Grundschule nachholen und eine erste berufliche Orientierung in Form von Workshops erhalten. Außerdem werden 120 jungen Frauen, die bereits zuvor an Programmen von Children’s Voice teilgenommen haben, an einem Ausbildungsprogramm für Kleinstunternehmertum und Innovation teilnehmen. Das Programm besteht aus einer 6-monatigen Ausbildung, Workshops und persönliches Coaching. Am Ende des Programms werden mindestens 50 von ihnen (allein oder mit anderen Teilnehmerinnen) ein eigenes Unternehmen gründen sowie Zugang zu Mikrokrediten erhalten, um ihren Traum der Selbstständigkeit zu erfüllen.

 

Immer mehr Menschen strömen auf der Suche nach Sicherheit von ländlichen Gebieten in Städte. Der Projektort Goma ist allein in den letzten Jahren um das 10-fache angewachsen. Gerade deswegen gibt es eine große Nachfrage nach Läden und Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs. Um den neuesten Entwicklungen in der Stadt gerecht zu werden, wird zu Beginn des Projektes eine Studie in Goma durchgeführt. Denn so werden wir herausfinden, welche Dienstleistungen besonders gefragt sind und werden dieses Wissen dann in Workshops mit den jungen Frauen anwenden. 

 

Falls Sie mehr zu dem Projekt und Land wissen wollen, lesen Sie auch diesen Artikel.  

 

mehr lesen

Fr

22

Mär

2019

Reisebericht Vietnam

Ende Februar war es endlich so weit. Für zwei Wochen flog ich nach Vietnam, um mit unserem Partner vor Ort, Caritas Vietnam, die ersten bereits installierten Wasseraufbereitungsanlagen zu besichtigen. Immer mit an meiner Seite waren Gia, der für mich ins Englische übersetzte, und die Projektleiterin Sister Mary. Wir besuchten eine Anlage in Zentralvietnam (Vinh), fünf weitere im Norden und eine südlich von Ho-Chi-Minh-City. Bei den Besuchen konnte ich die Gelegenheit nutzen mit Einwohnern ins Gespräch zu kommen und mir ihre Erfahrungen zu den Wasseraufbereitungsanlagen anzuhören. Dadurch war jeder Besuch einzigartig und abwechslungsreich. Nur einmal erlebten wir eine Enttäuschung, als wir erfuhren, dass eine Anlage kaputt war. Doch Sister Mary reagierte sofort, rief die Installationsfirma an und machte einen Termin zur Reparatur aus. Zurück in Deutschland bekam ich eine E-Mail, dass die Anlage wieder in Betrieb ist und die Menschen dort wieder sauberes Wasser beziehen können. Während es im Norden fast täglich leicht regnete und die Temperaturen um 18 Grad betrugen, waren es im Süden des Landes mindestens 30 Grad. So hat die Wasseraufbereitungsanlage im Mekong-Delta auch nicht wie manche Anlagen im Norden mit Überschwemmungen zu kämpfen, sondern mit einem sehr hohen Salzgehalt im Boden. Alle Anlagen machen einen super Eindruck, so dass ich zuversichtlich bin, dass sie die Regionen in Zukunft mit sauberem Trinkwasser versorgen werden. Die Projektreise war auch sehr hilfreich, Caritas Vietnam besser kennenzulernen und für die Zukunft noch mehr gemeinsame Projekte zu planen.

 

Maren, RDS Projektmanagement

 

mehr lesen

Mo

25

Feb

2019

PROSALUD: Digitalisierung im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Entwicklung unserer App „PROSALUD – Wissen, Lernen, Handeln“ in Kooperation mit FUNDAP und einem Studenten der TH-Köln kommt voran. Heute zeigen wir Ihnen die ersten Screenshots.

mehr lesen

Mo

25

Feb

2019

Geschafft! Eindrücke aus der Abschlussfeier im Ausbildungszentrum Costa Sur

Nach einem intensiven Ausbildungsjahr, spannenden Wettwerben und erfolgreichen Abschlussprüfungen feierten unsere Absolventen mit ihren Familien ihre verdiente Graduation. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender im Namen unserer Azubis!

mehr lesen

Mo

11

Feb

2019

RDS goes Kongo!

Willkommen im zweitgrößten Land Afrikas! Die DR Kongo ist fast 7-mal so groß wie Deutschland und eines der mineralstoffreichsten Länder der Welt. Doch kommt von diesem Reichtum nichts bei der Bevölkerung an. Durch die Kongokriege sowie die bis heute andauernden Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Milizen herrscht viel Unruhe im Land. Vor allem die Projektregion Nord-Kivu ist betroffen. Goma zum Beispiel, bis vor ca. 10 Jahren noch eine kleine Stadt, ist bis heute um das 10-fache gewachsen, weil immer mehr Menschen auf der Suche nach Sicherheit und Schutz in die Stadt flüchten. Doch ohne (Aus-)Bildung haben die Menschen dort kaum Zukunftsperspektiven. Hinzukommt, dass viele der Geflüchteten traumatische Erlebnisse erfahren haben und ärtzliche Hilfe benötigen, um ihren Alltag wieder in den Griff zu bekommen und in die Gesellschaft integriert zu werden. Viele Kinder haben keinen Schulabschluss, leben auf den Straßen Gomas und sind oft aufgrund von Krieg und sexueller Gewalt stark traumatisiert. Darunter auch viele schwangere Mädchen, die von ihren Familien verstoßen wurden.


Die RDS und ihr lokaler Partner Children's Voice möchten gemeinsam 220 junge Frauen dabei unterstützen, traumatische Erfahrungen mit professioneller Hilfe zu verarbeiten und wieder regelmäßig die Schule zu besuchen. Projektteilnehmerinnen, die die Schule bereits beendet haben, nehmen an einem Berufsausbildungsprogramm teil und können anschließend mit Hilfe von Mikrokrediten ihre eigenen kleinen Unternehmen gründen. 

 

Das Projekt startet im März 2019 und endet im März 2021.

Mo

10

Dez

2018

Wofür steht der Name "Rhein-Donau-Stiftung e.V."?

 

Der Name „Rhein-Donau-Stiftung e.V.“ bezieht sich sowohl auf die Herkunft des Vereins mit seinen beiden Gründungsregionen Bayern und Rheinland als auch seine Aufgabe. Denn Flüsse sind seit jeher Orte von Wohlstand und Kultur. Wir unterstützen unsere Partner in unseren Projektländern materiell und ideell, damit sie in ihrer Heimat eine reiche kulturelle und wirtschaftliche Tätigkeit entfalten können. 

 

Das Logo der RDS nimmt beide Flüsse auf, der Rhein in grün und die Donau in blau. Die Punkte bezeichnen die aus der Tätigkeit der RDS erwachsenen Früchte zum Wohl der Menschen in unseren Projektländern.

 

Der Verein verfügt über ein eigenes Stiftungskapital und finanziert seine Tätigkeiten aber vor allem durch Spendengelder und öffentliche Zuwendungen.

 

Mo

26

Nov

2018

RDS goes Africa!

Unsere Projekte für das neue Jahr 2019

 

DR Kongo: Alphabetisierungskurse und Förderung von Kleinstunternehmen für bedürftige junge Frauen in der Provinz Nord Kivu

Ziel des Projektes ist es, dass 220 junge Frauen und Mädchen wieder in die Schule/Gesellschaft integriert werden. Dazu erhalten 100 Mädchen neben psychologi-sche und gesundheitliche Betreuung, Alphabetisierungs- und Qualifizierungskurse, z.B. in Friseurhandwerk oder Nähen. 120 junge Frauen werden parallel zu ihrer 6monatigen Ausbildung an einem Programm zur Förderung von Unternehmertum, bestehend aus Workshops, persönliches Coaching und Mikrokredite teil.

 

 

 

KAMERUN: Programm zur Förderung der unternehmerischen Eigeninitiative für Jugendliche in Yaoundé

Mit unserem lokalen Partner werden wir ein Pilotprogramm zur Förderung von unternehmerischer Eigeninitiative unter Jugendlichen (16 - 20 Jahren) in 4 Schulen (insgesamt 600 Jugendliche) in Yaoundé entwickeln. Das Programm besteht aus drei Modulen: "Bedeutung von eigenen Zielen und ihrer Umsetzung"; "Eigeninitiative und Verantwortung als Motor zur Lösung von (sozialen) Problemen" und "Unternehmen: Vorteile und Herausforderungen". Im Rahmen des Programms werden die Jugendliche soziale Initiativen in ihren Gemeinden planen und umsetzen. Anschließend werden pro Schule 10 Lehrer in der Methodologie geschult, damit sie diese in den kommenden Jahren fortführen können.

 

KENIA: Zugang zum Arbeitsmarkt für bedürftige Frauen durch eine qualitative und praxisorientierte Ausbildung im Bezirk Kiambu

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Ausbildungsqualität im Kimlea Training Centre (KTC) sowie weiteren Berufsausbildungszentren im Bezirk Kiambu. Dafür werden kapazitätsbildende Maßnahmen im pädagogischen, digitalen und technischen Bereich für das Lehrpersonal des KTC und drei weiteren Ausbildungszentren durchgeführt. Ebenso wird für die Grundschulen der Region ein Kurs in Hygiene und gesunder Ernährung entwickelt und als Pilotprojekt in 2 Grundschulen durchgeführt. 

Im KTC wird im Rahmen des Projektes eine Unterkunft für bis zu 18 Auszubildende gebaut, die gleichzeitig als Schulungsraum für Praktika im Bereich Hospitality dienen wird.

 

GUATEMALA: Inklusiver Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für bedürftige Jugendliche und Frauen - insbesondere Gehörlose - in der Altiplano Region

Mit diesem Projekt möchten wir bedürftige Jugendliche und Frauen - mit und ohne Hörbehinderung - aus Quetzaltenango und Totonicapán den Zugang zu einer qualifizierten Ausbildung ermöglichen und sie anschließend auf dem Weg ins Berufsleben begleiten. Konkret werden im Rahmen des dreijährigen Projektes 450 Jugendliche an einem Programm zur Berufsorientierung teilnehmen. Über 1.500 bedürftige Frauen und Männer, einige von ihnen Absolventen aus dem Berufsorientierungsprogramm, werden eine qualifizierte Berufsausbildung als Friseur, Schneider, Koch, Konditor, etc. erhalten. 300 von ihnen werden über ein Begleitprogramm bestehend aus Workshops, persönlichem Coaching und Leasing von Maschinen bei der Gründung ihres Unternehmens unterstützt.

Um gehörlosen Jugendlichen den Zugang zu einer Berufsausbildung und zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, wird  das Ausbildungszentrum von FUNDAP barrierefrei gestaltet, das Lehrpersonal für die Bedürfnisse und Lebenswirklichkeit von Gehörlosen geschult. Darüber hinaus werden Vertreter des Bildungsministeriums, Unternehmer und Bildungseinrichtungen Guatemalas für die Bedürfnisse und der Lebenswirklichkeit gehörloser und bedürftiger Menschen über Workshops sensibilisiert und bei der Suche nach inklusiven Lösungen in ihren Betrieben begleitet.

 

KOLUMBIEN: Ältere Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für Jüngere, lernen die Bedeutung von Eigeninitiative und Verantwortung kennen.

Ziel des Projektes ist die Implementierung der Methodologie von Iwoka (Bildung von Ausbildern) in 3 Schulen in Pereira, um gefährdete Jugendliche von der Straße zu holen und sie auf dem Weg in einer Ausbildung oder Studium zu begleiten. 40 Jugendliche (14 bis 17jährige) lernen in Workshops, ihre Stärken und Möglichkeiten kennen und Verantwortung für die Jüngeren zu übernehmen. Sie betreuen und unterstützen 120 Kinder (7 bis 9jährige) im schulischen Bereich und Sozialaktivitäten.

 

PERU: Sicherung der Wasserresourcen und Erhaltung der Biodiversität durch Wiederaufforstung und Schutz der Flussbecken des Oxabamba, Tarma und Tulumayo in der Region Chanchamayo

Ziel des Projektes ist die langfristige Sicherung der Wasserresourcen in der Region Chanchamayo zum Schutz der Bevölkerung und der Biodiversität durch konkrete kapazitätsbildende Maßnahmen auf Mikro-, Meso- und Makroebene. Dazu gehören u.a.: Wiederaufforstung mit Beteiligung der lokalen Bevölkerung in den Flussbecken des Tarma, Tulumayo und Oxabamba; Entwicklung und Umsetzung einer Monitoring-Strategie unter Einbeziehung der Gemeindeverwaltung; Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den institutionellen Akteuren auf der Ebene des Landes, der Region und der Gemeinden im Bereich Wasserwirtschaft; Schulungen über die Bedeutung der natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasser, zum Schutz der Biodiversität und des Ökosystems für Institutionen (Juntas Administradoras de servicio y Saneamiento) und für die lokale Bevölkerung.

 

PERU: Verbesserung der Lebensbedingungen von 400 bedürftigen Familien durch Qualifizierungsmaßnahmen in Agroökologie, Kunsthandwerk und ländlichem Tourismus in Otuzco

Das Projekt verfolgt die Verbesserung der Qualität, Produktivität und den Zugang zum Absatzmarkt von 400 Familien durch Qualifizierungsmaßnahmen in ökologischer Landwirtschaft (Produktion von Gemüsen und Obst, Verbesserung der Bewässerungssysteme), Handwerk (Produktion von traditionellen Textilien, Hüte oder Spielzeuge) und Eco-Tourismus (Qualität und Auswahl der angebotenen Lebensmittel sowie Unterkunft für die Touristen) sowie durch die Stärkung von Kleinbauerorganisationen durch kapazitätsaufbauende Maßnahmen.

 

PERU: Langfristige Verbesserung der schulischen und landwirtschaftlichen Bildung von Schülerinnen und Schülern durch kapazitätsbildende Maßnahmen zur Stärkung von 20 Schulen "in Alternancia"

ProRural wurde im Jahr 2000 gegründet und fördert die "Educación Secundaria en Alternancia", ein ähnliches Konzept wie unsere duale Ausbildung, angepasst an die landwirtschaftliche Arbeit in den ruralen Gebieten. Dafür unterstützt ProRural die Gründung von "Centros Rurales de Formación en Alternancia (CRFA)" und die Ausbildung des Personals der CRFAs. Aktuell gibt es 74 vom Bildungsministerium anerkannten CRFAs in Peru (41 wurden von ProRural, 2 von einer anderen Initiative und 28 vom Ministerium gegründet). Im Jahre 2017 beauftragte das Bildungsministerium ProRural mit der Ausbildung von allen Mitarbeitern (Direktoren, Lehrer sowie Eltern und SchülerInnen).

Das Konzept von ProRural ist die "Educación secundaria en Alternancia" in ländlichen Gebieten. Die Jugendliche (14 bis 18 jährige) arbeiten 2 Wochen in ihren Familien auf dem Feld oder in Unternehmen und entwickeln ihr eigenes Geschäftsmodell, das sie nach und nach implementieren. Anschließend gehen sie 2 Wochen zur Schule ("Centro Rurales de Formación en Alternancia"), wo sie die theoretischen Kenntnisse für ihr Geschäftsmodell kennenlernen und wo sie, aufgrund der Entfernungen auch in der Regel wohnen. Die Lehrer werden von den Eltern der Jugendlichen (Gründungsmitglieder der Schule) mit der Beratung von ProRural ausgewählt und sind bei der Vermittlung der verschiedenen Fächern darum bemüht, immer wieder einen direkten Kontakt zur Lebensrealität der Jugendliche auf dem Feld herzustellen.  

ProRural hat uns um Unterstützung bei der Finanzierung eines einjährigen Projektes mit kapazitätsbildenden Maßnahmen für 80 Entscheidungsträger von 20 CRFAs in folgenden Bereichen gebeten:

a. Erstellung, Verwaltung und Monitoring der Kostenvoranschläge der CRFAs

b. Auswahl und Evaluierung des Lehrpersonals zur Sicherung der Bildungsqualität

c. Grundlagen der Verwaltung, Organisation und Personalführung von Vereinen und Kooperativen ähnlichen Verbunde, Analyse von statistischen Daten über Angebot und Nachfrage auf dem Absatzmarkt.

Do

11

Okt

2018

FUNDAP-Absolventinnen schneidern für die bekannteste Modedesignerin Guatemalas: Isabella Springmuhl

Diese junge Guatemaltekin, die in der Schule davon träumte Modedesignerin zu werden, schrieb mit 19 Jahren Modegeschichte: Sie präsentierte als erste Designerin mit Down Syndrom ihre Kreationen bei der Fashion Week in London. Fast zwei Jahre später schreibt sie wieder Geschichte, diesmal mit der Initiative „Mujeres por Mujeres“.


Alles begann im April 2018 als Isabella Springmuhl und Shirley Juarez, Projektleiterin bei FUNDAP, sich in Guatemala Stadt kennenlernten. Beide Frauen verbindet die Liebe zur Mode und der Wunsch, benachteiligten Menschen zu helfen, ihre Träume zu realisieren. So entstand die Initiative "Mujeres por Mujeres": 30 Absolventinnen von FUNDAP konfektionierten in den folgenden Monaten Isabellas neue Kollektion. Die 28 neuen Kreationen wurden am 13. September mit Unterstützung der Fundación PEPSICO in der Hauptstadt Guatemalas vorgestellt und verkauft. Mit dem Erlös werden Absolventinnen von FUNDAP auf dem Weg in die Selbstständigkeit durch persönliches Coaching, Seminare und ein Leasingprogramm unterstützt. Das Förderprogramm wurde gemeinsam mit der RDS entwickelt und wird bereits in fünf Departamentos implementiert.

„Ich mache Mode für alle und jeden: für Männer, Frauen, Schwangere ... sogar für Haustiere, aber besonders für Menschen wie mich. Für uns ist es schwer, passende Kleidung zu bekommen, weil wir eine andere Statur haben und unsere Körper eben anders sind“. (Isabella Springmuhl)

mehr lesen

Mo

17

Sep

2018

"Schule-statt-Straße" in Kenia

Vom 2. August bis 26. August waren deutsche und kenianische Studenten gemeinsam im Einsatz, um bei der Fertigstellung einer Grundschule in Lodwar, im Norden Kenias, zu helfen. Das Projekt konnte unter Anleitung einheimischer Maurer und Zimmerleute erfolgreich abgeschlossen werden.

 

Lodwar ist die Hauptstadt des »Turkana County« in Nordkenia, einer sehr trockenen Region, gezeichnet von langen Dürreperioden. Weit verbreitet ist die Naturweidewirtschaft, d.h. die Haltung und Nutzung von Schafen, Ziegen und Kamelen. Rund zwei Drittel der Bevölkerung leben als Nomaden, immer auf der Suche nach Weideland und Wasser für die Herden; sie gehören mehrheitlich zum Stamm der Turkana.

 

Aufgrund des Nomadenlebens bleibt vielen der Zugang zu Bildung verwehrt. Nur 30 Prozent der Kinder gehen zur Schule, die Analphabeten-Rate ist hoch. Besonders betroffen sind Jungen und junge Männer, da traditionell die Söhne die Ziegen-, Schaf- und Kamelherden hüten. Zeit für einen Schulbesuch oder gar eine weiterführende Ausbildung haben sie nicht. Deshalb hat die Diözese Lodwar die »St. Augustine Primary School« für Jungen gegründet, die Schüler bis zum Alter von 17 Jahren aufnimmt. Momentan wird sie von 500 Schülern besucht. Die Kapazität sollen in den nächsten Jahren auf 1.000 Schüler erhöht werden.

 

18 junge Freiwillige aus Deutschland und Kenia haben im August 2018 geholfen, den ersten Block der »St. Augustine Primary School« fertigzustellen. Es wurden Wände verputzt, Bodenfliesen verlegt und im 1. Stock Geländer angebracht. Zudem wurde das Schulgebäude innen und außen komplett angestrichen. Dank Spenden in Höhe von 20.000 Euro konnten Maurer und Fliesenleger sowie alle Baumaterialien bezahlt werden.

 

mehr lesen

So

12

Aug

2018

"Hinter den Kulissen": Laura Striegler

1. Warum arbeitest du für eine Nicht-Regierungsorganisation (NRO)?

Ich arbeite für eine NRO, die sich das Ziel gesetzt hat, einen ökonomischen Mehrwert für die ländliche Bevölkerung zu schaffen. Soziale Unternehmen sind eine der wenigen Arten der Entwicklungszusammenarbeit, mit der wir die Modernisierungstheorie aus den 1980-1990er Jahren noch realisieren können. Meine größte Motivation ist es, soziale Unternehmen zu promoten und diese zu einem festen Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit werden zu lassen. Alle Menschen auf dieser Welt sollten die Möglichkeit haben sich zu entwickeln. Dies bedeutet zum einen schulische Bildung, zum anderem aber auch die Möglichkeit, durch Arbeit finanziell unabhängig zu werden. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen und arbeite deswegen für eine NRO.

 

2. Was ist das größte Problem in Mali?

Ein großes Problem in Mali ist die gegenwärtige demografische Situation. Fast jeder Mann heiratet 2 bis 4 Frauen, und jede Frau bekommt im Durchschnitt 7,4 Kinder.* Das Durchschnittsalter des Landes liegt bei 15 Jahren. Darüber hinaus hat das Land eine hohe Analphabetenrate, viel Korruption, hohe Arbeitslosigkeit und eine starke Radikalisierung. Weibliche Genitalverstümmelung ist weit verbreitet. Die Beschneidungsrate liegt bei 89%. Man kann sich also vorstellen, wie Mali sich in den nächsten Jahren entwickeln wird. Zu wenig schulische Bildung und ein magerer Arbeitsmarkt lassen eine traurige Zukunft erahnen. 

 

3. Was magst du am liebsten an dem Land?

Die Menschen. Malier sind herzliche und offene Leute. Sie lachen viel, laden dich auf einen Tee ein und sprechen gerne über das Land, die Politik und andere Probleme. Aggressionen sieht man selten, denn sie gehen heftigen Diskussionen aus dem Weg, wodurch man die Gesellschaft als sehr friedlich beschreiben kann.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Es sind einfache Fragen, die ich mir beantwortet wünsche: Warum gibt es keine Müllverbrennungsanlage in Kayes? Warum wird der große internationale Flughafen nicht wieder eröffnet, obwohl man weiß, dass es der Ökonomie gut tut? Warum gibt es keine Schleusen auf den zwei großen Flüssen? Warum gibt es keine Milchproduktion, sondern nur importiertes Milchpulver? Warum wird so viel Nestle und Maggie importiert und nicht eigenständig produziert? Warum kommen selbst die Zwiebeln aus Holland? Ich wünsche mir für Mali und die Malier eine bessere Ökonomie: Mehr Fabriken und eigene Produktion. Dadurch werden Familien feste Jobs und ein soziales Sicherheitsnetz bekommen, und die Kinder können regelmäßig zur Schule gehen.

 

* Im Jahr 2016 betrug die Kindersterblichkeitsrate in Mali rund 110,6. Gemessen an den Lebendgeburten betrug der prozentuale Anteil der Kinder, die 2016 vor der Erreichung des 5. Lebensjahres starben, somit rund 11,06 Prozent. Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/754332/umfrage/kindersterblichkeit-in-mali/

 

mehr lesen

Mo

16

Jul

2018

Bildungspatenschaften Enugu: Ein neuer Brief ist eingetroffen!

 

 

 

Liebe RDS-Freunde, 

 

wenn auch Sie neugierig gewurden sind, wie sich die Kinder der Bildungspaten in der Schule schlagen oder Sie sogar zu den Paten gehören, dann können Sie den Brief über diesen Link herunterladen. 

 

Viel Spaß beim Lesen!                                                                      

 

 

Mo

28

Mai

2018

"Hinter den Kulissen": Constantino José Gajardo Fierro

 

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie Fundación Codespa? 

Ich arbeite für Fundación Codespa, eine NRO die sich um verwundbare Menschen in der ganzen Welt kümmert. Unser Ansporn ist es, den Menschen neue Entwicklungsmöglichkeiten im Arbeitssektor und den Zugang zu Mikrodarlehen aufzuzeigen. Vor allem die Langlebigkeit dieser Lösungsansätze motiviert mich immer wieder für eine NRO zu arbeiten. 

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Land?

In der DR Congo haben wir vor allem 2 große Probleme: die humanitäre Krise im fast gesamten Land, sowie die Sicherheit der Menschen. Beide Probleme kommen von den Bürgerkriegen und der Nachkriegszeit. 

 

3. Was magst du am liebsten an der DR Congo?

Die DR Congo ist ein Land mit vielen unterschiedlichen Kulturen und Ethnien. Ich denke, dass ist auch einer der Gründe warum ich hier lebe, um diese Vielfalt zu erkunden.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die Menschen mit denen wir arbeiten, Möglichkeiten finden, um ihre Lebensumstände zu verbessern.

mehr lesen

Mo

05

Feb

2018

"Hinter den Kulissen": Juan Pablo Vizcarra

Ich bin vor 45 Jahren in Arequipa (Perú), am Fuße eines Vulkans, auf die Welt gekommen. Meine Frau und ich haben 3 Töchter und nächstes Jahr feiern wir unseren 25. Hochzeitstag. Ich habe Volkswirtschaft studiert und 2 Masterabschlüsse in Entwicklungszusammenarbeit und in Sozialwirtschaft & Non-Profit-Management absolviert. Seit 20 Jahren arbeite ich für Nicht-Regierungsorganisationen.

 

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie Codenet? 

Wir dürfen die Bedürfnisse unserer Gemeinde und Gesellschaft nicht vergessen. Hier ist vor allem die Armut ist ein großes Problem. Durch unsere tägliche Arbeit sind wir in der Lage gemeinsam mit den Begünstigten neue Ideen zu entwickeln, um dann Projekte durchzuführen, die zu einer gerechteren und sichereren Gesellschaft beitragen.

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Land?

Das größte Problem in meinem Land ist die (extreme) Armut der Bevölkerung (70,6% leben in der Sierra (Hochland), 7,3% an der Küste und 22,2% im Regenwald) verbunden mit dem geringen Bildungsniveau: unter den armen Bevölkerungssichten nur 51,9% schließen die Grundschule ab, die Analphabetenquote liegt bei 20,6% (bei der nicht-armen Bevölkerung liegt sie bei 4,4%). Auch der Zugang zum Gesundheitswesen gestaltet sich schwierig. Des Weiteren ist eine Verbesserung für den Zugang zu Infrastruktur (Wasser und Abwasser, Elektrizität, Straßen-und Technologieinfrastruktur) notwendig. Ebenso stehen wir vor großen ökologischen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam mit den indigenen Völkern und den regionalen Regierungen bewältigen können.

 

3. Was magst du am liebsten an Peru?

Peru ist ein magisches und misteriöses Land mit einer großen kulturellen, ethnischen und kulinarischer Vielfalt durch seine Inka-und koloniale Vergangenheit. Sie haben ihre Spuren hinterlassen, welche wir heute betrachten und genießen können.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Mithilfe von sozialen Projekten und sozialen Unternehmen möchte ich weiterhin helfen, die Entwicklung meines Landes und der ärmsten Gesellschaftsschichten voranzubringen.