Aus unseren Projekten - Archiv

Mo

04

Dez

2017

Kinderfest in Enugu

Enugu, November 2017: So viel Reis und Kuchen wie sie essen konnten gab es diesmal für die inzwischen über 200 Kinder, die mit Hilfe Ihres Bildungspatenschaftsprogrammes zur Schule gehen dürfen. Pfarrer Ulrich Filler hatte ein Kinderfest initiiert, zu dem auch viele der Eltern mitkamen. Es wurde gesungen, getanzt, gefeiert und gemalt. Die Kinder hatten viel Freude und die anwesenden Sponsoren (Pfr. Ulrich Filler, Frau Lilian Hofmann aus Grevenbroich und Gül Kunt aus Düsseldorf) konnten „ihre“ Kinder treffen.

 

Die Kinder gehen sehr gerne zur Schule und viele von den Bildungspatenkindern sind unter den ersten drei in ihrer Klasse zu finden. Peter (14), ein Schüler der weiterführenden Schule und Klassenbester, sagt: „Sie tun das Richtige! Sie investieren in uns Kinder, in Bildung und somit in die Zukunft unseres Landes. Wir versprechen, fleißig zu sein und täglich für die Sponsoren zu beten.“

 

Die Lage im Land ist vor allem vor Weihnachten schwierig. Alle wünschen sich natürlich ein frohes Weihnachtsfest, aber viele können sich noch nicht einmal den Reis für das traditionelle Weihnachtsessen leisten. Dank einiger großzügiger Sponsoren werden einige Familien fröhlich feiern können – gleich in 50kg-Säcken wurde der Reis im CIDJAP (unserem Projektpartner, das Katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden) angeliefert und verteilt.

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Mo

13

Nov

2017

"Hinter den Kulissen": Rogger Bustamante

Mein Name ist Rogger Bustamante. Ich bin Soziologe und habe mich auf die Entwicklung und Realisierung von Projekten zum Wohl bedürftiger Gemeinden spezialisiert. Bei der Asociación UNACEM arbeite ich in der Planung und Verwaltung von Entwicklungsprojekten.

 

1. Warum arbeitest du für eine Nichtregierungsorganisation (NGO) wie Asociación UNACEM?

Ich betrachte Asociación UNACEM als die erste NGO im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, die mir die Möglichkeit gibt, konkrete Aktivitäten und Maßnahmen mit einer positiven Wirkung für das Leben der Menschen durchzuführen. Bei der Planung und Durchführung von Entwicklungsprojekten muss man sich immer wieder das Ziel vor Augen führen, das Leben der Zielgruppe, der begünstigten Gemeinden, mittel- und langfristig positiv zu verändern. Dafür ist es von besonderer Bedeutung, die jeweiligen Gemeinden persönlich zu kennen und von ihnen zu lernen: ihre Kultur, ihre Stärken und Schwächen, ihre Bedürfnisse und Erwartungen. Beide Akteure, NGO und Zielgruppe, müssen voneinander lernen, gemeinsam die Projekte entwickeln und die angestrebten Ziele verfolgen.

 

2. Was sind die größten Probleme in deinem Heimatland?

Eines der großen Probleme in Perú ist die Ungleichheit und der Mangel an Möglichkeiten für die Menschen, insbesonderen in den ländlichen Gebieten. Trotz der Bemühungen der peruanischen Regierung, die Schere zwischen Arm und Reich zu reduzieren, bestehen weiterhin große Unterschieden in verschiedenen Teilen des Landes. 20% der peruanischen Bevölkerung lebt aktuell in Armut bzw. Extremarmut: mangelhafte Trinkwasserversorgung, Abwassersysteme und Sanitäranlagen, schlechte Gesundheitsversorgung, Mangelernährung insbesondere bei Kindern und schwangeren Frauen, keinen Zugang zu qualitativen Schulbildung, sind einige der Probleme im Land, die wir mit unserer Arbeit bekämpfen möchten. 

 

3. Was magst du am meisten an Perú?

In Peru gibt es insbesondere zwei Dinge die ich liebe und die mich immer wieder begeistern. Zum einem ist da die kulturelle Vielfalt des peruanischen Volkes, die sich in der Gastronomie, der Kunst und in den kulturellen Gewohnheiten der verschiedenen Regionen Perus widerspiegeln. Die uralte Geschichte des Landes hat sicherlich einen wichtigen Einfluss auf unseren kulturellen Reichtum. Zum anderen ist da der Unternehmergeist und die Fähigkeit der Peruaner schwierigen Situationen zu begegnen, aus ihnen zu lernen und in ihnen Chancen zu entdecken, um daraus mit innovativen Ideen gestärkt herauszukommen. Insbesondere haben immer wieder die peruanischen Frauen diese Fähigkeiten gezeigt und sind für uns Vorbild und Stolz zugleich. 

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Mein größter Wunsch für die Zukunft ist es, mittel-und langfristig in einem sicheren Land mit hohen Qualitätsstandards für alle Peruaner zu leben. Dass meine Kinder dieses Land genießen können und ich ihnen mit Stolz erzählen kann, wie wir als Land für diesen Wechsel gearbeitet haben und wie ich persönlich dazu beitragen konnte. 

  

Mo

06

Nov

2017

Update zum Projekt "Über eine qualifizierte Ausbildung zur Existenzsicherung" in Guatemala

Seit März 2016 läuft das Projekt "Über eine qualifizierte Ausbildung zur Existenzsicherung" in Guatemala. Höchste Zeit also, Sie auf den neuesten Stand in diesem Projekt bringen. 

 

Wir sind dem Ziel, 820 bedürftigen Frauen durch eine technische und betriebliche Ausbildung zu verbesserten Lebensbedingungen zu verhelfen schon ein ganzen Stück näher gekommen. Denn bereits über 60% der Teilnehmer haben ihre Ausbildung angefangen oder schon beendet. Im Centro Técnico IJÁ Puerta de Occidente in Santa Cruz del Quiché war der Andrang besonders groß, sodass unser lokaler Partner vor Ort, FUNDAP, sich dazu entschlossen hat weitere, neue Kurse anzubieten. Im Bereich Gastronomie können die Auszubildenden ab sofort auch die Kurse "Guatemaltekische Küche Gourmet Art" und "Internationale Bäckerei" belegen und im Bereich Tourismus besteht nun auch die Möglichkeit den Kurs "Eventmanager und Kellner" zu wählen.  

 

Im Juli 2017 fand die erste Prüfung von Teilnehmern an. Dabei wurden sie von einer Jury, bestehend aus lokalen Unternehmern, geprüft. Anschließend fand eine Messe statt, bei der alle Teilnehmer ihre Produkte vorstellen und verkaufen konnte. Beides wurde zu einem vollen Erfolg für die Teilnehmer. Im September nahm der Kurs "Internationale Konditorei" an einem regionalen Wettbewerb im Bereich Gastronomie in Quetzaltenango teil und gewann prompt!

 

Bisher haben 68% der Absolventen eine berufliche Tätigkeit in ihrer Region begonnen und ihr Einkommen steigern können.

 

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Mo

02

Okt

2017

"Hinter den Kulissen": Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße

Links: José A. Padrão, Arzt, Mitte: Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße, Rechts: Gustav Schmidt, Kameramann, beide Teilnehmer des Projekts »Kenia 2013«
Links: José A. Padrão, Arzt, Mitte: Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße, Rechts: Gustav Schmidt, Kameramann, beide Teilnehmer des Projekts »Kenia 2013«

Wann und wieso haben Sie sich entschlossen "Schule-statt-Straße" zu gründen?

»Schule statt Strasse« ist 1994 eher spontan entstanden. Im Gespräch mit einem Freund aus Guatemala, aus dem Wunsch heraus, anderen zu helfen, aber sicher auch aus Neugierde auf fremde Länder, Abenteuer- und Reiselust. Dass daraus eine Initiative wird, an der sich im Laufe der Jahre mehr als 200 Freiwillige beteiligen würden, die (inzwischen) 19 Schulbau-Projekte realisiert haben, hat sicher keiner erwartet.

 

Wie viele Projekte haben sie bereits begleitet und betreut? Welche Probleme treten am meisten auf? 

Persönlich war ich bei 9 Projekten dabei, die alle irgendwie eine Herausforderungen waren, weil sie alle über Spenden finanziert werden mussten, weil es immer wieder auch galt, junge Freiwillige zu finden, die anpacken wollen, die Mühen und Risiken nicht scheuen, die bereit sind, Zeit und Geld zu investieren.

 

Wer profitiert am meisten vom Projekt: die Kinder oder die Helfer?

Die Sozialeinsätze sind ein Gewinn für beide Seiten, aber möglicherweise profitieren die jungen freiwilligen Helfer davon am allermeisten. Jeder Einsatz ist eine einmalige Erfahrung, weil du zusammen mit anderen etwas aufbaust. Du schaust einfach über den Tellerrand, erlebst, wie andere leben (müssen), lebst selbst unter einfachsten Bedingungen. Das bringt dich ungemein weiter!

 

Was ist Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

»Schule statt Strasse« ist eine kleine Initiative von Leuten, die sich mit der Not anderer nicht abfinden wollen; und doch haben wir manches erreicht. Wer wirklich etwas verändern möchte, wird viele und vieles bewegen! Das habe ich selbst immer wieder erfahren - und diese Erfahrung wünsche ich gerade jungen Menschen! 

 

Di

26

Sep

2017

"Schule statt Straße" ist Preisträger des 5. Town & Country Stiftungspreises!

Mit dem Bau eines Schlafsaals für 80 Mädchen der "St. Kizito Buyinjabutoole Primary School", wird "Schule-statt-Straße" mit 1000 Euro von der Town & Country Stiftung gefördert. Zusätzlich wurde das Projekt für den NRW-Preis der Stiftung nominiert, in dem der Gewinner aus jedem Bundesland für das beste Projekt nochmals mit 5000 Euro zusätzlich gefördert wird. Also drücken Sie uns die Daumen! Am 24.11.2017 findet die Verleihung statt. 

Di

26

Sep

2017

Brief an alle Bildungspaten

Liebe Bildungspaten!

 

Wir schauen sehr dankbar auf das laufende Schuljahr - inzwischen gehen dank Ihrer Patenschaft(en) über 200 Kinder zur Schule!!!

 

Nelson Mandela schrieb einmal: „Bildung ist die wirksamste Waffe zur Verbesserung der Welt!“ und in Bezug auf Nigeria hat er die Situation damit auf den Punkt gebracht. Kinder und Jugendliche, die zur Schule gehen, laufen wenig Gefahr, sich der Terrororganisation Boko Haram anzuschließen, oder auf dem Weg nach Lampedusa zu ertrinken bzw. als Sklaven in die Arabischen Emirate verkauft zu werden!

 

Die Situation in Nigeria ist weiterhin schwierig, die Inflation hoch, das Land gespalten. Biafra strebt nach Unabhängigkeit, der Norden will/kann nicht loslassen und im Niger Delta regiert das Öl. Niemand weiß, ob der Präsident noch lebt! Die tägliche Routine der Schule gibt Halt und Stabilität und in den Häusern und Hütten wird viel für die Sponsoren gebetet. Es ist aber nicht nur die Patenschaft, die den Menschen Hoffnung gibt, sondern auch die gezeigte Solidarität: Sie sind nicht vergessen vom Rest der Welt!

Zwei neue Projekte machen ebenfalls viel Hoffnung. Die Grundschule an der Burg in Krefeld-Hüls sowie die Realschule in Köln-Hürth haben eine Patenschaft übernommen bzw. eine Kooperation zwischen den Schulen an der Uni aufgebaut. Die Kinder haben viele Fragen: „Gibt es Krokodile auf dem Schulhof in Enugu?“, „Kommen die Kinder aus Deutschland uns bald besuchen?!?!“ und ganz besonders hat es uns gefreut, dass nun die gesamte 3. Klasse der Grundschule in Enugu von der 3. Klasse der Grundschule an der Burg neue Tische und Stühle erhalten hat, die das Lernen erleichtern (zum Vergleich die alten und die neuen Möbel, siehe unten):

 

Bei meiner letzten Reise im Februar diesen Jahres erhielt ich wieder viele Briefe und die Zeugnisse der Kinder, die hoffentlich inzwischen alle bei Ihnen eingetroffen sind. Dabei fand ich beim Sortieren wieder 20 neue Profile von Kindern, die Bildungspaten suchen, und die mir die Sozialarbeiterin heimlich dazwischengesteckt hatte...vielleicht kennen Sie Menschen, die gerne helfen wollen und die auch daran glauben, dass Bildung ein Schlüssel zum Frieden ist?

Zum Beispiel für Mike, der so gerne zur Schule geht und dessen Eltern Bauern sind, die gerade genug zum Leben haben, aber keine Mittel für die Bildung ihrer drei Kinder

Oder für die kleine Chinaza, die sehr intelligent ist und deren alleinerziehende Mutter auf die Hilfe der Verwandtschaft angewiesen ist.

Im November reise ich wieder nach Enugu und nehme gerne Briefe und Fotos mit! Für diese Reise gibt es vom 06.11.-16.11.2017 eine „Mitfahrgelegenheit“ bei einer kleinen, von Gül und mir betreuten Reisegruppe. Diese bietet eine Woche Programm, so dass man Land, Leute und Kultur kennenlernen und auch sein Patenkind besuchen kann. Bei Interesse bitte umgehend melden!

 

Mit den besten Wünschen,

 

Ihre

Ebere Odinachi, Kathy Huppertz, Gül Kunt, Claudia Hansen

und Meggy Kantert

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Di

11

Jul

2017

Grundschulpartnerschaft Krefeld-Enugu

Die Klinik in Ngpologwu war fertig, nicht aber das Engagement der Grundschule an der Burg in Krefeld. Über einen befreundeten Arzt kam der Kontakt zwischen Meggy Kantert und der Klassenlehrerin Ingrid Weegen-Martin zustande. Als die Kinder die Erzählungen von Meggy über die gleichaltrigen Schüler in Enugu hörten, entschlossen sie sich spontan dazu, Geld für neue Tische und Stühle für die Godfrey Okoye Primary School in Enugu zu sammeln. Daraus ist eine Partnerschaft zwischen beiden Grundschulen entstanden. Die Kinder stehen im regen Austausch miteinander. Zuletzt brachte Meggy von ihrem letzten Besuch ein großes Heft voller Briefe sowie Freundschaftsarmbänder für die Grundschüler in Krefeld mit.

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Di

04

Jul

2017

"Hinter den Kulissen": Thabisile Botjie aus Südafrika

Mein Name ist Thabisile Botjie. Alexandra ist mein Zuhause, hier bin ich geboren und aufgewachsen. Nach der Schule habe ich Bauingenieurwesen studiert, da ich eine Vorliebe und großes Interesse am Baugewerbe habe: Maßnahmen wie die Entwicklung der Infrastruktur einer Stadt, die Planung und Entstehung von Erholungsgebieten, der Bau von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, etc. haben einen großen Einfluss auf das Leben der Menschen. 

 

1. Was ist das größte Problem in deinem Land? 

Das größte Problem in Südafrika ist die Arbeitslosigkeit, vor allem unter Jugendlichen. Ich selber kenne viele Jugendliche aus meinem Viertel die arbeitslos sind. Ein fehlender höherer Schulabschluss ist jedoch nicht das einzige Problem, denn es gibt viele junge Arbeitslose, die einen Schulabschluss besitzen. Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein oder gar ein eigenes Unternehmen zu gründen, sind dennoch höher als das der Jugendlichen ohne höheren Schulabschluss. Fehlende soziale Kompetenz ist ebenfalls ein großes Problem in Südafrika. Denn es betrifft das Leben aller Menschen und folglich auch das Miteinander der Kommunen und der Gesellschaft als Ganzes.  

 

 

2. Warum arbeitest du für eine NRO? 

Die Arbeit in einer NRO gibt mir die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen. Durch die Begegnungen mit ihnen kann ich viel lernen und dadurch auch persönlich wachsen. Denn die Arbeit einer NRO berührt viele Menschen, auch das der NRO-Mitarbeiter. 

 

3. Was magst du an deinem Land am meisten? 

Südafrika bietet viele Chancen für seine Bewohner. Ich liebe seine ethnische und kulturelle Vielfalt. Sie fördert die Offenheit gegenüber Unbekanntem und das "Voneinander-Lernen". 

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft? 

Mein größter Wunsch für die Zukunft ist, dass sich die Jugendlichen durch neu erworbene Fähigkeiten und soziale Bildung positiv für ihre Kommunen einsetzen und ihr Leben, und das ihrer Mitmenschen, verbessern.  

 

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Fr

30

Jun

2017

Neues Projekt in Südafrika: "Art of living program"!

Alexandra und Sandton. Zwei Stadtteile in Johannesburg, die nicht unterschiedlicher sein könnten.  Gerademal  5 Kilometer Luftlinie trennen die beiden voneinander. Während Sandton eine der reichsten Stadtteile Johannesburgs ist, gehört Alexandra zu den ärmsten Vierteln. Gegründet 1912 als Township für “Eingeborene” kam Alexandra zusammen mit Soweto eine wichtige Rolle in der Apartheid zu. 

 

In Alexandra befindet sich die Pfarrei St. Hubert, wo verschiedene soziale Projekte (ein Altenheim für die Ärmsten, ein Kindergarten sowie Aktivitäten für Jugendliche) durchgeführt werden. Und genau hier hat unser Partner, die Komati Foundation Women´s development (www.komatiwomen.org), einige Räume für ihr Programm “Art of Living” zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Räume wurden im vergangenen Jahr, unter anderem mit Unterstützung der RDS, erneuert: eine Lehrküche wurde neu eingerichtet und drei weitere Gemeinschaftsräume renoviert.  

 

Seit dem nehmen jeden Samstag ca. 50 Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren an Aktivitäten teil: Während eine Gruppe in der Lehrküche kocht, eine weitere z.B. bastelt, diskutiert eine andere Gruppe über die Werte des Art Of Living Program (integrity, service, study, teamwork, work). Ein weiteres Team engagiert sich im angeschlossenen Altenheim oder bereitet Spiele für die Jüngsten aus dem Kindergarten vor. Die Älteren (15 bis 17-jährigen) können einen Kurs zur Chefkoch-Assistentin absolvieren. Die Ausbildung findet von Februar bis Dezember statt und endet nach bestandener Prüfung mit einer offiziellen Akkreditierung von Cathsseta (Culture, Arts, Tourism, Hospitality and Sport Sector Education and Training Authority). Mit dieser Zertifizierung können Sie in Johannesburg eine Stelle finden und sich beruflich weiterqualifizieren. Darüber hinaus können die Mädchen Dienstags am Nachhilfeunterricht in Mathematik und Englisch teilnehmen, zwei Fächer wo sie erfahrungsgemäß viele Defizite haben. 

 

Für das kommende Jahr 2018 möchten wir unser Engagement in Alexandra mit einem neuen Projekt der Komati Foundation Women´s development fortführen. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze.

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Do

25

Mai

2017

Auch Sie können ein Leben verändern. Projekte fallen nicht vom Himmel, Teil 3

In Teil I und II unserer Serie „Projekte fallen nicht vom Himmel“ haben wir über die Entstehung eines Projektes, die daran beteiligten Akteure und die Zusammenarbeit zwischen RDS, dem Partner und dem BMZ informiert. Heute wollen wir über die Finanzierung der vom BMZ-kofinanzierten Projekte sprechen.

 

Bei einem kofinanzierten Projekt übernimmt das BMZ bis zu 75% der Projektkosten. Der lokale Partner und die RDS übernehmen die restlichen 25%, auch Eigenanteil genannt. Dieser  wird wiederum zwischen der RDS und dem lokalen Partner aufgeteilt und über Spenden von Freunden und Förderern finanziert. Die Wirkung einer einzigen Spende wird somit dank dieser Kooperation vervielfacht und verändert das Leben vor Ort, z.B. der begünstigten Familien.

 

Geteilte Freude ist doppelte Freude! So haben sich einige Freunde der RDS verschiedene Ideen einfallen lassen, um weitere Freunde als Spender für ihr Lieblingsprojekt zu gewinnen:

 

„Harambee – Lass uns zusammen arbeiten“ Unter diesem Motto bastelten Johanna und ihre Freundinnen der 8. Klasse des Clara-Fey-Gymnasiums in Bonn gemeinsam Stühle aus Wäscheklammern, die an Sponsoren des Projektes „Schule-statt-Straße“ als Dankeschön überreicht  wurden. Zusammen sammelten sie 900 € für den Bau eines Schlafsaales für 200 Schülerinnen in Kenia. 

 

„Nachwuchsband Mullein rockt für benachteiligte Kinder in Kenia“ Zwischen Indie und Rock, Alternative und Electro. Mittendrin befindet sich das Soundgemisch, das die Jugendband Mullein definiert. So die Beschreibung auf der Website der Band und so hörte es sich auch an, als Alex, Schlagzeuger der Band, Musikstudent und echter Bayer, die erste LP von Mullein seinen Mitbewohnern im Studentenzentrum Schweidt präsentierte. Aus der anfänglichen Überraschung („Ihr könnt echt gut spielen“) entstand innerhalb von Minuten die Idee eines Benefizkonzertes für die Initiative „Schule statt Straße“, die bald Realität wurde und neben einem tollen Abend über 500 € für das Projekt einbrachte.

 

„Mitarbeiterengagement wird doppelt belohnt“ Viele Unternehmen unterstützen das private Engagement ihrer Mitarbeiter mit Aktivitäten oder besonderen Spenden-Fonds. So auch eine internationale Kanzlei in Düsseldorf, wo Markus, der sich für ein Projekt der RDS in Uganda engagieren wollte, tätig war. So konnte seine Spende verdoppelt werden. 

 

„Spenden statt Geschenke“ Seinen runden Geburtstag nutze ein Freund der RDS, um seine Gäste auf die Situation der Kleinbauernfamilien in Chanchamayo-Tal (Perú) aufmerksam zu machen. Anstelle von Geschenken bat er um Spenden, um dieses Projekt zu unterstützen.

 

Das sind nur einige von vielen Möglichkeiten. Liegt Ihnen ein Projekt besonders am Herzen, das Sie unterstützen möchten? Wir helfen Ihnen gerne bei der Entwicklung Ihrer Spenden-Aktion. Rufen Sie uns an!


Di

23

Mai

2017

"Hinter den Kulissen": Sister Mary aus Vietnam

Heute stellen wir Ihnen Sister Mary vor, die für Caritas Vietnam arbeitet. 

 

1. Warum arbeitest du für eine Nichregierungsorganisation (NRO)?

Die Arbeit in einer NRO gibt mir die Möglichkeit, mich sozial zu engagieren. Meine religiöse Bindung als Schwester wird in dieser Arbeit lebensnah und fruchtbar. Außerdem kann ich dort meine Erfahrung einbringen und mir neues Wissen aneignen. Ich habe hier die Möglichkeit, mich mit Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten auszutauschen. Ich treffe Menschen nicht nur aus Vietnam, sondern aus der ganzen Welt.

Zudem treibt mich der Wunsch nach Veränderung. Die Mitarbeit in einer NRO eröffnet mir kurze Wege, vielen Menschen bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen und dadurch die Gesellschaft ein bisschen zu verbessern.

  

2. Was ist das größte Problem in deiner Region/Land?

Das größte Problem in Vietnam ist, wie auf der ganzen Welt, die Armut. Die Regierung sagt, dass die Armutsquote auf eine einstellige Prozentzahl gesunken ist. In Wirklichkeit sieht es anders aus: die Zahl der Armen ist immer noch hoch. Mir scheint, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht. Besonders betroffen sind die Menschen auf dem Land, vor allem indigene Minderheiten. Armut bedingt soziale Differenzen mit vielen Problemen, z.B. im Bereich der Bildung und Gesundheit. 

 

3. Was magst du an deinem Land am meisten?

Mit seinen dramatischen Landschaften, seiner faszinierenden Geschichte, grandiosem Essen und unterschiedlichen Kulturen ist Vietnam ein tolles Land. Die Menschen, die ich in Vietnam treffe, sind sehr nett und gastfreundlich. Durch Reisen habe ich viel über die Menschen hier gelernt. Sie inspirieren mich und treiben mich an, weiterhin meine bescheidenen Fähigkeiten für dieses Land und die Menschen hier, insbesondere die armen und weniger glücklichen, einzusetzen.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass ich meine fachlichen Kompetenzen vermehrt und besser für die armen Menschen einsetzen kann, damit sie ihr Leben verbessern.

 

 

 

Fr

07

Apr

2017

Unser neues Ausbildungsprojekt in Guatemala

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Do

30

Mär

2017

Projekte fallen nicht vom Himmel, Teil 2

Die Bundesrepublik Deutschland und in ihrem Auftrag, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tut einiges zur Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung ärmerer Länder weltweit. Einerseits auf bilateraler Ebene, d.h. zwischen Deutschland und dem jeweiligen Land, und andererseits über die Förderung des Engagements der Zivilgesellschaft über eine Reihe von Programmen wie Weltwärts, SES (Senior Experten Service) oder bengo, die  unter der Dachorganisation Engagement Global zusammengefasst sind.

 

Entwicklungszusammenarbeit beruht auf Partnerschaften, auch in Deutschland

Das BMZ vergibt jährlich Fördermittel für Private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit, im Jahr 2016 waren es 111 Millionen Euro. Antragssteller sind deutsche NROs (Nichtregierungsorganisationen), die mit lokalen Projektträgern Vorhaben in Entwicklungsländern umsetzen. So auch Rhein-Donau-Stiftung e.V. Ein vom BMZ kofinanziertes Projekt wird in der Regel über drei Partner finanziert: die deutsche NRO (privater Träger), der lokale Partner und das BMZ.

 

Das Runde muss ins Eckige

Dieser Satz von Joseph „Sepp“ Herberger könnte man sinngemäß auf die Antragstellung von Projekten anwenden. Das Runde ist das mit dem Partner ausgearbeitete Projekt, das Eckige das Antragsformular bestehend aus einer Reihe von Fragen zu Zielen, Maßnahmen, notwendigen materiellen und personellen Mitteln und der Nachhaltigkeit des Vorhabens.

Was zuerst als eine lästige Aufgabe erscheint, ist letzten Endes Garant für die Qualität und den Erfolg des Projektes: Antragsteller und lokaler Partner werden durch die Antragstellung veranlasst, das Projekt soweit wie zu diesem Zeitpunkt möglich inhaltlich, finanziell und nachhaltig zu planen.

Der fertiggestellte Antrag wird zur Kontrolle an den Länderberater bei bengo geschickt. In der Regel ist die eine oder andere Frage noch offen und wird zusammen mit dem Partner und mit der Unterstützung von bengo geklärt.

 

Weiterleitungsvertrag, Projektvereinbarung und an die Arbeit!

Erst wenn alle Fragen geklärt sind, leitet bengo das Projekt zur Genehmigung an das BMZ weiter. Wenn das BMZ keine weiteren Fragen zum Projekt hat und diesem zustimmt, erhält die deutsche NRO über Engagement Global einen Weiterleitungsvertrag, in dem alle inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen des Projektes festgehalten sind. Nach der Unterschrift und der Zusendung des Weiterleitungsvertrages ist der Vertrag rechtskräftig. Zuvor wird einen Kooperationsvertrag oder Projektvereinbarung zwischen der deutschen NRO und dem lokalen Partner unterschrieben, in dem alle Ziele, Maßnahme und finanziellen Aspekte des Projektes festgehalten sind. Damit kann das Projekt beginnen.

 

Wie Projekte genau finanziert werden und wie Sie sich engagieren können, erklären wir im nächsten Kapitel.

Do

30

Mär

2017

"Hinter den Kulissen": Shirley Yadhira Juárez - Quetzaltenango, Guatemala


Shirley Yadhira Juárez, oder Seño Shirley wie sie liebevoll von den ProgrammteilnehmerInnen genannt wird, kommt aus Quetzaltenango und began vor über 15 Jahren als Ausbilderin im Programm CEDE für FUNDAP zu arbeiten. Heute verantwortet Shirely mit einer Arbeitskollegin die technischen und unternehmerischen Ausbildungsprogramme von FUNDAP in 3 Ausbildungszentren (Centros Técnicos) und 18 CEDEs für 2.500 Begünstigten. Shirley ist eine begeisterte Vulkanwanderin und lacht oft und viel, sehr viel.

 

Warum arbeitest du für eine NRO?

FUNDAP fördert mit ihren Programmen die ganzheitliche Entwicklung und die Würde jeder einzelner Person, insbesondere der Frauen und Kinder. Bei FUNDAP zu arbeiten, hat mir die Möglichkeit gegeben, die Realität meines Landes aus der Nähe kennenzulernen, eine Realität, die oft weh tut. Sie gibt mir aber auch die Möglichkeit, zu wachsen und zu träumen in der Überzeugung, dass wir mit unseren Programmen diese Realität positiv und nachhaltig verändern können.

Die Bildung und berufliche Ausbildung von benachteiligten Jugendliche liegt mir sehr am Herzen. Bei FUNDAP kann ich diese Leidenschaft entfalten und konkret zu einer Verbesserung der Bildungssituation von vielen Jugendlichen und Frauen beitragen, indem ich nach neuen Möglichkeiten und Lösungswege für die Bedürfnisse in den Gemeinden suche und indem sie dann  implementiere. Meine Inspiration ist es, einen Jugendlichen und seine Träume kennenzulernen, sein Potenzial zu entdecken und nachher zu sehen wie dieser Jugendliche eine Veränderung in seinem Leben vollzieht. Erziehen ist für mich eine Herzensangelegenheit und bei FUNDAP kann ich sie verwirklichen.

Shirley mit einer Auszubildenden von CEDE.

 

Was sind die größten Probleme in deinem Land?

Die dringendsten Probleme in meinem Land sind:

  • Die Unterernährung von Kindern*
  • Die geringe Anzahl an Weiterführenden Schulen nach der 6. Klasse (Mittelschule und Berufsschulen), insbesondere in ländlichen Gebieten
  • Die steigende Zahl an Jugendlichen (insbes. Mädchen) ohne Schulabschluss, die bereits in jungen Jahren ohne Perspektive und somit anfälliger für soziale Probleme sind
  • Die hohe Unsicherheit und Kriminalität auf den Straßen

* In Guatemala leiden über 50% der Kinder unter 5 Jahren an Unterernährung. Es ist die höchste Rate in Lateinamerika und gehört zu den höchsten weltweit.

 

Was magst du am meisten an deinem Land?

Ich liebe meine Landsleute: Trotz aller Probleme und Schwierigkeiten, sind wir unkompliziert, optimistisch, solidarisch, liebenswert, lachen viel und haben einen tiefen Glauben. Hinzu kommt unsere vielfältige Kultur mit 25 Sprachen (22 Maya-Sprachen, Xinka, Garífuna und Spanisch als offizielle Landessprache) und natürlich unsere Natur, Landschaften und Vulkane, die spektakulär sein.

 

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

 

Mein größter Wunsch für die Zukunft ist ein geeintes Land; Familien, die in denen Werte gelebt und respektiert werden und Bildung einen höheren Stellenwert hat; einen für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen Guatemalas engagierten Bildungssektor. All das, um unser geliebtes Land zu einem Land voller Möglichkeiten zu machen. Unsere Jugend verdient es. Wir Guatemalteken haben Talent. Wir müssen es nur nutzen, uns einbringen und für das arbeiten, was wir uns wünschen.

Mi

01

Mär

2017

Projekte fallen nicht vom Himmel

Für heutige Kölner war der Dom schon immer da. Tatsächlich wurde er aber einmal Stein für Stein erbaut. Auch unsere Projekte haben jeweils ihre eine eigene – weniger lange – Geschichte. Wie Projekte entstehen, welche Akteure beteiligt sind, welche „Kinderkrankheiten“ auftauchen und wie sie geheilt werden, möchten wir euch anhand des einen oder anderen Projektes in den nächsten Artikeln erzählen.  Viel Spaß beim Lesen!

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