Aus unseren Projekten - Archiv

Do

11

Okt

2018

FUNDAP-Absolventinnen schneidern für die bekannteste Modedesignerin Guatemalas: Isabella Springmuhl

Diese junge Guatemaltekin, die in der Schule davon träumte Modedesignerin zu werden, schrieb mit 19 Jahren Modegeschichte: Sie präsentierte als erste Designerin mit Down Syndrom ihre Kreationen bei der Fashion Week in London. Fast zwei Jahre später schreibt sie wieder Geschichte, diesmal mit der Initiative „Mujeres por Mujeres“.


Alles begann im April 2018 als Isabella Springmuhl und Shirley Juarez, Projektleiterin bei FUNDAP, sich in Guatemala Stadt kennenlernten. Beide Frauen verbindet die Liebe zur Mode und der Wunsch, benachteiligten Menschen zu helfen, ihre Träume zu realisieren. So entstand die Initiative "Mujeres por Mujeres": 30 Absolventinnen von FUNDAP konfektionierten in den folgenden Monaten Isabellas neue Kollektion. Die 28 neuen Kreationen wurden am 13. September mit Unterstützung der Fundación PEPSICO in der Hauptstadt Guatemalas vorgestellt und verkauft. Mit dem Erlös werden Absolventinnen von FUNDAP auf dem Weg in die Selbstständigkeit durch persönliches Coaching, Seminare und ein Leasingprogramm unterstützt. Das Förderprogramm wurde gemeinsam mit der RDS entwickelt und wird bereits in fünf Departamentos implementiert.

„Ich mache Mode für alle und jeden: für Männer, Frauen, Schwangere ... sogar für Haustiere, aber besonders für Menschen wie mich. Für uns ist es schwer, passende Kleidung zu bekommen, weil wir eine andere Statur haben und unsere Körper eben anders sind“. (Isabella Springmuhl)

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Mo

17

Sep

2018

"Schule-statt-Straße" in Kenia

Vom 2. August bis 26. August waren deutsche und kenianische Studenten gemeinsam im Einsatz, um bei der Fertigstellung einer Grundschule in Lodwar, im Norden Kenias, zu helfen. Das Projekt konnte unter Anleitung einheimischer Maurer und Zimmerleute erfolgreich abgeschlossen werden.

 

Lodwar ist die Hauptstadt des »Turkana County« in Nordkenia, einer sehr trockenen Region, gezeichnet von langen Dürreperioden. Weit verbreitet ist die Naturweidewirtschaft, d.h. die Haltung und Nutzung von Schafen, Ziegen und Kamelen. Rund zwei Drittel der Bevölkerung leben als Nomaden, immer auf der Suche nach Weideland und Wasser für die Herden; sie gehören mehrheitlich zum Stamm der Turkana.

 

Aufgrund des Nomadenlebens bleibt vielen der Zugang zu Bildung verwehrt. Nur 30 Prozent der Kinder gehen zur Schule, die Analphabeten-Rate ist hoch. Besonders betroffen sind Jungen und junge Männer, da traditionell die Söhne die Ziegen-, Schaf- und Kamelherden hüten. Zeit für einen Schulbesuch oder gar eine weiterführende Ausbildung haben sie nicht. Deshalb hat die Diözese Lodwar die »St. Augustine Primary School« für Jungen gegründet, die Schüler bis zum Alter von 17 Jahren aufnimmt. Momentan wird sie von 500 Schülern besucht. Die Kapazität sollen in den nächsten Jahren auf 1.000 Schüler erhöht werden.

 

18 junge Freiwillige aus Deutschland und Kenia haben im August 2018 geholfen, den ersten Block der »St. Augustine Primary School« fertigzustellen. Es wurden Wände verputzt, Bodenfliesen verlegt und im 1. Stock Geländer angebracht. Zudem wurde das Schulgebäude innen und außen komplett angestrichen. Dank Spenden in Höhe von 20.000 Euro konnten Maurer und Fliesenleger sowie alle Baumaterialien bezahlt werden.

 

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So

12

Aug

2018

"Hinter den Kulissen": Laura Striegler

1. Warum arbeitest du für eine Nicht-Regierungsorganisation (NRO)?

Ich arbeite für eine NRO, die sich das Ziel gesetzt hat, einen ökonomischen Mehrwert für die ländliche Bevölkerung zu schaffen. Soziale Unternehmen sind eine der wenigen Arten der Entwicklungszusammenarbeit, mit der wir die Modernisierungstheorie aus den 1980-1990er Jahren noch realisieren können. Meine größte Motivation ist es, soziale Unternehmen zu promoten und diese zu einem festen Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit werden zu lassen. Alle Menschen auf dieser Welt sollten die Möglichkeit haben sich zu entwickeln. Dies bedeutet zum einen schulische Bildung, zum anderem aber auch die Möglichkeit, durch Arbeit finanziell unabhängig zu werden. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen und arbeite deswegen für eine NRO.

 

2. Was ist das größte Problem in Mali?

Ein großes Problem in Mali ist die gegenwärtige demografische Situation. Fast jeder Mann heiratet 2 bis 4 Frauen, und jede Frau bekommt im Durchschnitt 7,4 Kinder.* Das Durchschnittsalter des Landes liegt bei 15 Jahren. Darüber hinaus hat das Land eine hohe Analphabetenrate, viel Korruption, hohe Arbeitslosigkeit und eine starke Radikalisierung. Weibliche Genitalverstümmelung ist weit verbreitet. Die Beschneidungsrate liegt bei 89%. Man kann sich also vorstellen, wie Mali sich in den nächsten Jahren entwickeln wird. Zu wenig schulische Bildung und ein magerer Arbeitsmarkt lassen eine traurige Zukunft erahnen. 

 

3. Was magst du am liebsten an dem Land?

Die Menschen. Malier sind herzliche und offene Leute. Sie lachen viel, laden dich auf einen Tee ein und sprechen gerne über das Land, die Politik und andere Probleme. Aggressionen sieht man selten, denn sie gehen heftigen Diskussionen aus dem Weg, wodurch man die Gesellschaft als sehr friedlich beschreiben kann.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Es sind einfache Fragen, die ich mir beantwortet wünsche: Warum gibt es keine Müllverbrennungsanlage in Kayes? Warum wird der große internationale Flughafen nicht wieder eröffnet, obwohl man weiß, dass es der Ökonomie gut tut? Warum gibt es keine Schleusen auf den zwei großen Flüssen? Warum gibt es keine Milchproduktion, sondern nur importiertes Milchpulver? Warum wird so viel Nestle und Maggie importiert und nicht eigenständig produziert? Warum kommen selbst die Zwiebeln aus Holland? Ich wünsche mir für Mali und die Malier eine bessere Ökonomie: Mehr Fabriken und eigene Produktion. Dadurch werden Familien feste Jobs und ein soziales Sicherheitsnetz bekommen, und die Kinder können regelmäßig zur Schule gehen.

 

* Im Jahr 2016 betrug die Kindersterblichkeitsrate in Mali rund 110,6. Gemessen an den Lebendgeburten betrug der prozentuale Anteil der Kinder, die 2016 vor der Erreichung des 5. Lebensjahres starben, somit rund 11,06 Prozent. Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/754332/umfrage/kindersterblichkeit-in-mali/

 

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Mo

16

Jul

2018

Bildungspatenschaften Enugu: Ein neuer Brief ist eingetroffen!

 

 

 

Liebe RDS-Freunde, 

 

wenn auch Sie neugierig gewurden sind, wie sich die Kinder der Bildungspaten in der Schule schlagen oder Sie sogar zu den Paten gehören, dann können Sie den Brief über diesen Link herunterladen. 

 

Viel Spaß beim Lesen!                                                                      

 

 

Mo

28

Mai

2018

"Hinter den Kulissen": Constantino José Gajardo Fierro

 

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie Fundación Codespa? 

Ich arbeite für Fundación Codespa, eine NRO die sich um verwundbare Menschen in der ganzen Welt kümmert. Unser Ansporn ist es, den Menschen neue Entwicklungsmöglichkeiten im Arbeitssektor und den Zugang zu Mikrodarlehen aufzuzeigen. Vor allem die Langlebigkeit dieser Lösungsansätze motiviert mich immer wieder für eine NRO zu arbeiten. 

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Land?

In der DR Congo haben wir vor allem 2 große Probleme: die humanitäre Krise im fast gesamten Land, sowie die Sicherheit der Menschen. Beide Probleme kommen von den Bürgerkriegen und der Nachkriegszeit. 

 

3. Was magst du am liebsten an der DR Congo?

Die DR Congo ist ein Land mit vielen unterschiedlichen Kulturen und Ethnien. Ich denke, dass ist auch einer der Gründe warum ich hier lebe, um diese Vielfalt zu erkunden.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die Menschen mit denen wir arbeiten, Möglichkeiten finden, um ihre Lebensumstände zu verbessern.

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Mo

05

Feb

2018

"Hinter den Kulissen": Juan Pablo Vizcarra

Ich bin vor 45 Jahren in Arequipa (Perú), am Fuße eines Vulkans, auf die Welt gekommen. Meine Frau und ich haben 3 Töchter und nächstes Jahr feiern wir unseren 25. Hochzeitstag. Ich habe Volkswirtschaft studiert und 2 Masterabschlüsse in Entwicklungszusammenarbeit und in Sozialwirtschaft & Non-Profit-Management absolviert. Seit 20 Jahren arbeite ich für Nicht-Regierungsorganisationen.

 

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie Codenet? 

Wir dürfen die Bedürfnisse unserer Gemeinde und Gesellschaft nicht vergessen. Hier ist vor allem die Armut ist ein großes Problem. Durch unsere tägliche Arbeit sind wir in der Lage gemeinsam mit den Begünstigten neue Ideen zu entwickeln, um dann Projekte durchzuführen, die zu einer gerechteren und sichereren Gesellschaft beitragen.

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Land?

Das größte Problem in meinem Land ist die (extreme) Armut der Bevölkerung (70,6% leben in der Sierra (Hochland), 7,3% an der Küste und 22,2% im Regenwald) verbunden mit dem geringen Bildungsniveau: unter den armen Bevölkerungssichten nur 51,9% schließen die Grundschule ab, die Analphabetenquote liegt bei 20,6% (bei der nicht-armen Bevölkerung liegt sie bei 4,4%). Auch der Zugang zum Gesundheitswesen gestaltet sich schwierig. Des Weiteren ist eine Verbesserung für den Zugang zu Infrastruktur (Wasser und Abwasser, Elektrizität, Straßen-und Technologieinfrastruktur) notwendig. Ebenso stehen wir vor großen ökologischen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam mit den indigenen Völkern und den regionalen Regierungen bewältigen können.

 

3. Was magst du am liebsten an Peru?

Peru ist ein magisches und misteriöses Land mit einer großen kulturellen, ethnischen und kulinarischer Vielfalt durch seine Inka-und koloniale Vergangenheit. Sie haben ihre Spuren hinterlassen, welche wir heute betrachten und genießen können.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Mithilfe von sozialen Projekten und sozialen Unternehmen möchte ich weiterhin helfen, die Entwicklung meines Landes und der ärmsten Gesellschaftsschichten voranzubringen.

 

Fr

26

Jan

2018

Wir steigen ins Leasing-Geschäft ein!

Ende vergangenen Jahres kam doch noch die gute Nachricht. Das BMZ hatte unsere Bitte - einer Anregung von FUNDAP folgend - um eine Mittelaufstockung für unser Projekt in Solola und Quiché zugestimmt. Ziel der Mittelaufstockung (20.500.- €) war die Beschaffung von einigen Geräten, um diese an 40 bis 50 Absolventen/innen der Programme CEDE (insbesondere) und Centro Técnico während der Gründungsphase für ein Jahr lang zinslos zu verleihen.

Damit reagiert FUNDAP auf ein oft anzutreffendes Problem: Viele der Absolventen haben bereits während der Ausbildung eine einkommenssteigernde Tätigkeit begonnen, in dem sie sich über den Verkauf ihrer „Lehrstücke“ nach und nach eine kleine Kundschaft aufgebaut haben. Viele von ihnen, insbesondere Absolventen von CEDE, würden nach Abschluss ihrer Ausbildung ein kleines Geschäft gründen bzw. fortführen, sind aber nicht in der Lage die notwendigen Geräten (Nähmaschine, Herd, Mixer, ...) zu finanzieren. Durch dieses "Leasing-Programm" will FUNDAP sie in der Gründungsphase unterstützen. In diesem Jahr können die Absolventen/innen ihr Geschäft aufbauen und genügend Einnahmen zur Anschaffung eigener Geräte generieren.

Die Ausleihe erfolgt auf Basis eines Leasingvertrags zwischen FUNDAP und den Absolventen. Darin verpflichtet sich der Leasingnehmer dazu, das Gerät sorgfältig zum Betreiben ihres Geschäftes zu nutzen und nach einem Jahr an FUNDAP zurückzugeben. FUNDAP wird die Geräte anschließend nach Bedarf warten und wieder an neuen Absolventen verleihen.

Die Leasingkandidaten müssen ihre Ausbildung erfolgreich absolviert haben, ein Geschäft bereits initiiert oder über einen konkreten Business Plan verfügen, aus dem die unmittelbare Gründung eines Kleingeschäftes hervorgeht. Während dieses Jahr werden die Kleinstunternehmerinnen vom Fachpersonal in Fragen der Produktherstellung und Produktqualität beraten. FUNDAP hat bereits im Centro Técnico Altiplano (Quetzaltenango) ein kleines Pilotprojekt dieser Art durchgeführt und sehr positive Ergebnisse erzielt.

Mo

15

Jan

2018

Kongo: Ein reiches Land in dem die Armut von Jahr zu Jahr zunimmt

Kongo ist eines der reichsten Länder bezogen auf Bodenschätze. Vor allem der Reichtum an Coltan, Kobalt und Gold macht die demokratische Republik für die Hersteller von Smartphones und Laptops interessant. Und die Leute im Land arm! Denn diese Rohstoffe verursachen Kriege zwischen der Regierung und illegalen, bewaffneten Gruppierungen um Minen, vor denen die (ländliche) Bevölkerung ins Ausland oder in große Städte flieht. In einer dieser Städte, Goma (Provinz Nord Kivu), startet das neueste Projekt der RDS mit dem lokalen Partner Children's Voice. 

 

Goma ist eine Stadt nahe der Grenze zu Ruanda und ist in den letzten 10 Jahren um das 10-fache gewachsen. In der Stadt gibt es keine Arbeit für die Flüchtlinge und viele von ihnen haben keine Schule besucht, denn Kinder arbeiten oft als billige Arbeitskraft in den Minen. Hinzukommt, dass viele Mädchen (43%) vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet werden und jede zweite noch vor Erreichen des 18. Lebensjahres ihr erstes Kind zur Welt bringt (CIS Survey 2014). 

 

An dem Projekt werden 220 Jugendliche und Frauen teilnehmen. Die Jugendlichen erhalten Alphabetisierungskurse und 100 Frauen werden eine Ausbildung, z.B. als Köchin, Näherin, Friseurin oder Bäckerin absolvieren. Denn gerade Berufe für den alltäglichen Bedarf sind gefragt, weil die Stadt schnell wächst und immer mehr Menschen kommen. 75 weitere Frauen werden eine professionelle Ausbildung erhalten und mit Mikrodarlehen unterstützt, um ihren eigenen Betrieb/Geschäft zu eröffnen. Das einjährige Projekt wird voraussichtlich im Juli 2018 starten.

 

Mo

18

Dez

2017

"Hinter den Kulissen": Ebele Odinachi

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie CIDJAP?

Es gibt 4 Hauptgründe, warum ich für CIDJAP arbeite. Zunächst einmal möchte ich Menschen in ihren Fähigkeiten stärken, die integrale Entwicklung fördern und Ungerechtigkeit bekämpfen. Ich möchte den Menschen Hoffnung schenken und Frieden verbreiten. Zweitens bewundere ich den Spirit des Gründers von CIDJAP, Msgr. Obiora Ike. Er arbeitet jeden Tag sehr hart dafür, Gerechtigkeit zu schaffen und ist eine Stimme für die weniger privilegierten Menschen unter uns. Die Arbeit bei CIDJAP ermöglicht es mir, ebenfalls für die ärmeren Menschen dazu sein und sie zu unterstützen. Drittens möchte ich Kindern helfen, eine bessere Zukunft zu erlangen und als letzten Punkt, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen!

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Heimatland Nigeria?

Das größte Problem in Nigeria ist die Armut, die durch eine schlechte Regierungsführung entstanden ist. Nigeria ist ein Land voller natürlicher und humaner Ressourcen, aber der schlechte Führungsstil hat Rückstand, Bestechung, Korruption, Ungerechtigkeit und Bitterkeit mit sich gebracht. Dies führt sowohl zur geistigen wie auch körperlichen Armut, Unsicherheit, Hilflosigkeit und in schlimmen Fällen zu Depressionen. Die Jugend (vor allem die Ungebildeten) sehen den (legalen oder illegalen) Weg ins Ausland als einzigen Ausweg in eine bessere Zukunft. 

 

3. Was magst du am liebsten an deinem Land?

Nigerianer, hier vor allem die indigenen Völker im Osten des Landes, sind sehr fröhliche und soziale Menschen. Trotz ihrer schwierigen Situation kümmern sie sich gegenseitig um ihre Mitmenschen und machen Witze in schwierigen Lagen, um so den Schmerz zu lindern. Sie feiern die kleinen Dinge im Leben und wissen diese zu schätzen. In vielen Aspekten des Lebens sind sie unternehmenslustig und mutig zugleich. Das macht mich stolz. 

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Ich wünsche mir eine Zukunft, in der Bildung wirklich kostenfrei für alle ist. Eine Zukunft in der sich die Gesellschaft um alle Kinder kümmert und positive Veränderungen für die Gesellschaft stattfinden. Ich wünsche mir eine Zukunft ohne mentale Armut, die zu Unruhe und Unsicherheit in Familien führt, sowie zur Entwertung der Familienwerte, Scheidungen, etc. Denn gerade getrennt lebende Familien sind für Kinder und Jugendliche besonders hart. Ich möchte, dass Hochschulabgänger zukünftig die Möglichkeit haben, Jobs zu bekommen und einen Beitrag für unser Land leisten. Vielen Dank! 

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Mo

18

Dez

2017

Brief an das Christkind

Liebes Christkind,
 
Weihnachten steht wieder vor der Tür und wie jedes Jahr stehe ich vor der besten und schwierigsten Aufgabe des Jahres: Dir meine Wünsche für das kommende Fest aufzuschreiben. Meine Eltern meinen, ich soll mich auf drei bis vier Wünschen konzentrieren. Also nehme ich vier:
 
1. 50 Maschinen für unser neues Leasingprogramm in Guatemala und Peru, damit unsere Absolventinnen direkt mit ihrem eigenen Betrieb beginnen können: 100 €/Maschine
2. Schulmaterial für den Koffer von Joaquín. Er fliegt Ende Februar wieder nach Guatemala und nimmt gerne Schulmaterial für die Grundschulkinder mit: 25.- €/Set
3. Ein Monatsgehalt für unsere studentische Aushilfe, die unter vielem anderen dafür sorgt, dass wir unsere Newsletter herausgeben können: 200.- €/Monat
4. 100 Freunde mehr (Newsletter & Facebook), die gemeinsam mit uns die Welt der Freunde der RDS verändern möchten: 100 Empfehlungen ;)
 
Liebes Christkind, das wäre es für dieses Weihnachtsfest. Herzlichen Dank für das tolle Jahr 2017 und segne alle Familien unserer Freunde in Deutschland, der Elfenbeinküste, Guatemala, Kongo, Mali, Peru, Uganda und Vietnam.
 
Liebe Grüße,
dein RDS-Team

 

Hier kannst du einige der Geschenke deponieren ;)

 

Mo

04

Dez

2017

Kinderfest in Enugu

Enugu, November 2017: So viel Reis und Kuchen wie sie essen konnten gab es diesmal für die inzwischen über 200 Kinder, die mit Hilfe des  von der Initiative RDS-Freundeskreis Afrika ins Leben gerufenen Bildungspatenschaftsprogrammes zur Schule gehen dürfen. Pfarrer Ulrich Filler hatte ein Kinderfest initiiert, zu dem auch viele der Eltern mitkamen. Es wurde gesungen, getanzt, gefeiert und gemalt. Die Kinder hatten viel Freude und die anwesenden Sponsoren (Pfr. Ulrich Filler, Frau Lilian Hofmann aus Grevenbroich und Gül Kunt aus Düsseldorf) konnten „ihre“ Kinder treffen.
 
Die Kinder gehen sehr gerne zur Schule und viele von den Bildungspatenkindern sind unter den ersten drei in ihrer Klasse zu finden. Peter (14), ein Schüler der weiterführenden Schule und Klassenbester, sagt: „Sie tun das Richtige! Sie investieren in uns Kinder, in Bildung und somit in die Zukunft unseres Landes. Wir versprechen, fleißig zu sein und täglich für die Sponsoren zu beten.“
 
Die Lage im Land ist vor allem vor Weihnachten schwierig. Alle wünschen sich natürlich ein frohes Weihnachtsfest, aber viele können sich noch nicht einmal den Reis für das traditionelle Weihnachtsessen leisten. Dank einiger großzügiger Sponsoren werden einige Familien fröhlich feiern können – gleich in 50kg-Säcken wurde der Reis im CIDJAP (unserem Projektpartner, das Katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden) angeliefert und verteilt.

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Mo

13

Nov

2017

"Hinter den Kulissen": Rogger Bustamante

Mein Name ist Rogger Bustamante. Ich bin Soziologe und habe mich auf die Entwicklung und Realisierung von Projekten zum Wohl bedürftiger Gemeinden spezialisiert. Bei der Asociación UNACEM arbeite ich in der Planung und Verwaltung von Entwicklungsprojekten.

 

1. Warum arbeitest du für eine Nichtregierungsorganisation (NGO) wie Asociación UNACEM?

Ich betrachte Asociación UNACEM als die erste NGO im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, die mir die Möglichkeit gibt, konkrete Aktivitäten und Maßnahmen mit einer positiven Wirkung für das Leben der Menschen durchzuführen. Bei der Planung und Durchführung von Entwicklungsprojekten muss man sich immer wieder das Ziel vor Augen führen, das Leben der Zielgruppe, der begünstigten Gemeinden, mittel- und langfristig positiv zu verändern. Dafür ist es von besonderer Bedeutung, die jeweiligen Gemeinden persönlich zu kennen und von ihnen zu lernen: ihre Kultur, ihre Stärken und Schwächen, ihre Bedürfnisse und Erwartungen. Beide Akteure, NGO und Zielgruppe, müssen voneinander lernen, gemeinsam die Projekte entwickeln und die angestrebten Ziele verfolgen.

 

2. Was sind die größten Probleme in deinem Heimatland?

Eines der großen Probleme in Perú ist die Ungleichheit und der Mangel an Möglichkeiten für die Menschen, insbesonderen in den ländlichen Gebieten. Trotz der Bemühungen der peruanischen Regierung, die Schere zwischen Arm und Reich zu reduzieren, bestehen weiterhin große Unterschieden in verschiedenen Teilen des Landes. 20% der peruanischen Bevölkerung lebt aktuell in Armut bzw. Extremarmut: mangelhafte Trinkwasserversorgung, Abwassersysteme und Sanitäranlagen, schlechte Gesundheitsversorgung, Mangelernährung insbesondere bei Kindern und schwangeren Frauen, keinen Zugang zu qualitativen Schulbildung, sind einige der Probleme im Land, die wir mit unserer Arbeit bekämpfen möchten. 

 

3. Was magst du am meisten an Perú?

In Peru gibt es insbesondere zwei Dinge die ich liebe und die mich immer wieder begeistern. Zum einem ist da die kulturelle Vielfalt des peruanischen Volkes, die sich in der Gastronomie, der Kunst und in den kulturellen Gewohnheiten der verschiedenen Regionen Perus widerspiegeln. Die uralte Geschichte des Landes hat sicherlich einen wichtigen Einfluss auf unseren kulturellen Reichtum. Zum anderen ist da der Unternehmergeist und die Fähigkeit der Peruaner schwierigen Situationen zu begegnen, aus ihnen zu lernen und in ihnen Chancen zu entdecken, um daraus mit innovativen Ideen gestärkt herauszukommen. Insbesondere haben immer wieder die peruanischen Frauen diese Fähigkeiten gezeigt und sind für uns Vorbild und Stolz zugleich. 

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Mein größter Wunsch für die Zukunft ist es, mittel-und langfristig in einem sicheren Land mit hohen Qualitätsstandards für alle Peruaner zu leben. Dass meine Kinder dieses Land genießen können und ich ihnen mit Stolz erzählen kann, wie wir als Land für diesen Wechsel gearbeitet haben und wie ich persönlich dazu beitragen konnte. 

  

Mo

06

Nov

2017

Update zum Projekt "Über eine qualifizierte Ausbildung zur Existenzsicherung" in Guatemala

Seit März 2016 läuft das Projekt "Über eine qualifizierte Ausbildung zur Existenzsicherung" in Guatemala. Höchste Zeit also, Sie auf den neuesten Stand in diesem Projekt bringen. 

 

Wir sind dem Ziel, 820 bedürftigen Frauen durch eine technische und betriebliche Ausbildung zu verbesserten Lebensbedingungen zu verhelfen schon ein ganzen Stück näher gekommen. Denn bereits über 60% der Teilnehmer haben ihre Ausbildung angefangen oder schon beendet. Im Centro Técnico IJÁ Puerta de Occidente in Santa Cruz del Quiché war der Andrang besonders groß, sodass unser lokaler Partner vor Ort, FUNDAP, sich dazu entschlossen hat weitere, neue Kurse anzubieten. Im Bereich Gastronomie können die Auszubildenden ab sofort auch die Kurse "Guatemaltekische Küche Gourmet Art" und "Internationale Bäckerei" belegen und im Bereich Tourismus besteht nun auch die Möglichkeit den Kurs "Eventmanager und Kellner" zu wählen.  

 

Im Juli 2017 fand die erste Prüfung von Teilnehmern an. Dabei wurden sie von einer Jury, bestehend aus lokalen Unternehmern, geprüft. Anschließend fand eine Messe statt, bei der alle Teilnehmer ihre Produkte vorstellen und verkaufen konnte. Beides wurde zu einem vollen Erfolg für die Teilnehmer. Im September nahm der Kurs "Internationale Konditorei" an einem regionalen Wettbewerb im Bereich Gastronomie in Quetzaltenango teil und gewann prompt!

 

Bisher haben 68% der Absolventen eine berufliche Tätigkeit in ihrer Region begonnen und ihr Einkommen steigern können.

 

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Mo

02

Okt

2017

"Hinter den Kulissen": Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße

Links: José A. Padrão, Arzt, Mitte: Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße, Rechts: Gustav Schmidt, Kameramann, beide Teilnehmer des Projekts »Kenia 2013«
Links: José A. Padrão, Arzt, Mitte: Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße, Rechts: Gustav Schmidt, Kameramann, beide Teilnehmer des Projekts »Kenia 2013«

Wann und wieso haben Sie sich entschlossen "Schule-statt-Straße" zu gründen?

»Schule statt Strasse« ist 1994 eher spontan entstanden. Im Gespräch mit einem Freund aus Guatemala, aus dem Wunsch heraus, anderen zu helfen, aber sicher auch aus Neugierde auf fremde Länder, Abenteuer- und Reiselust. Dass daraus eine Initiative wird, an der sich im Laufe der Jahre mehr als 200 Freiwillige beteiligen würden, die (inzwischen) 19 Schulbau-Projekte realisiert haben, hat sicher keiner erwartet.

 

Wie viele Projekte haben sie bereits begleitet und betreut? Welche Probleme treten am meisten auf? 

Persönlich war ich bei 9 Projekten dabei, die alle irgendwie eine Herausforderungen waren, weil sie alle über Spenden finanziert werden mussten, weil es immer wieder auch galt, junge Freiwillige zu finden, die anpacken wollen, die Mühen und Risiken nicht scheuen, die bereit sind, Zeit und Geld zu investieren.

 

Wer profitiert am meisten vom Projekt: die Kinder oder die Helfer?

Die Sozialeinsätze sind ein Gewinn für beide Seiten, aber möglicherweise profitieren die jungen freiwilligen Helfer davon am allermeisten. Jeder Einsatz ist eine einmalige Erfahrung, weil du zusammen mit anderen etwas aufbaust. Du schaust einfach über den Tellerrand, erlebst, wie andere leben (müssen), lebst selbst unter einfachsten Bedingungen. Das bringt dich ungemein weiter!

 

Was ist Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

»Schule statt Strasse« ist eine kleine Initiative von Leuten, die sich mit der Not anderer nicht abfinden wollen; und doch haben wir manches erreicht. Wer wirklich etwas verändern möchte, wird viele und vieles bewegen! Das habe ich selbst immer wieder erfahren - und diese Erfahrung wünsche ich gerade jungen Menschen! 

 

Di

26

Sep

2017

"Schule statt Straße" ist Preisträger des 5. Town & Country Stiftungspreises!

Mit dem Bau eines Schlafsaals für 80 Mädchen der "St. Kizito Buyinjabutoole Primary School", wird "Schule-statt-Straße" mit 1000 Euro von der Town & Country Stiftung gefördert. Zusätzlich wurde das Projekt für den NRW-Preis der Stiftung nominiert, in dem der Gewinner aus jedem Bundesland für das beste Projekt nochmals mit 5000 Euro zusätzlich gefördert wird. Also drücken Sie uns die Daumen! Am 24.11.2017 findet die Verleihung statt.