Neues aus unseren Projekten

Mo

04

Dez

2017

Kinderfest in Enugu

Enugu, November 2017: So viel Reis und Kuchen wie sie essen konnten gab es diesmal für die inzwischen über 200 Kinder, die mit Hilfe Ihres Bildungspatenschaftsprogrammes zur Schule gehen dürfen. Pfarrer Ulrich Filler hatte ein Kinderfest initiiert, zu dem auch viele der Eltern mitkamen. Es wurde gesungen, getanzt, gefeiert und gemalt. Die Kinder hatten viel Freude und die anwesenden Sponsoren (Pfr. Ulrich Filler, Frau Lilian Hofmann aus Grevenbroich und Gül Kunt aus Düsseldorf) konnten „ihre“ Kinder treffen.

 

Die Kinder gehen sehr gerne zur Schule und viele von den Bildungspatenkindern sind unter den ersten drei in ihrer Klasse zu finden. Peter (14), ein Schüler der weiterführenden Schule und Klassenbester, sagt: „Sie tun das Richtige! Sie investieren in uns Kinder, in Bildung und somit in die Zukunft unseres Landes. Wir versprechen, fleißig zu sein und täglich für die Sponsoren zu beten.“

 

Die Lage im Land ist vor allem vor Weihnachten schwierig. Alle wünschen sich natürlich ein frohes Weihnachtsfest, aber viele können sich noch nicht einmal den Reis für das traditionelle Weihnachtsessen leisten. Dank einiger großzügiger Sponsoren werden einige Familien fröhlich feiern können – gleich in 50kg-Säcken wurde der Reis im CIDJAP (unserem Projektpartner, das Katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden) angeliefert und verteilt.

Mo

13

Nov

2017

"Hinter den Kulissen": Rogger Bustamante

Mein Name ist Rogger Bustamante. Ich bin Soziologe und habe mich auf die Entwicklung und Realisierung von Projekten zum Wohl bedürftiger Gemeinden spezialisiert. Bei der Asociación UNACEM arbeite ich in der Planung und Verwaltung von Entwicklungsprojekten.

 

1. Warum arbeitest du für eine Nichtregierungsorganisation (NGO) wie Asociación UNACEM?

Ich betrachte Asociación UNACEM als die erste NGO im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, die mir die Möglichkeit gibt, konkrete Aktivitäten und Maßnahmen mit einer positiven Wirkung für das Leben der Menschen durchzuführen. Bei der Planung und Durchführung von Entwicklungsprojekten muss man sich immer wieder das Ziel vor Augen führen, das Leben der Zielgruppe, der begünstigten Gemeinden, mittel- und langfristig positiv zu verändern. Dafür ist es von besonderer Bedeutung, die jeweiligen Gemeinden persönlich zu kennen und von ihnen zu lernen: ihre Kultur, ihre Stärken und Schwächen, ihre Bedürfnisse und Erwartungen. Beide Akteure, NGO und Zielgruppe, müssen voneinander lernen, gemeinsam die Projekte entwickeln und die angestrebten Ziele verfolgen.

 

2. Was sind die größten Probleme in deinem Heimatland?

Eines der großen Probleme in Perú ist die Ungleichheit und der Mangel an Möglichkeiten für die Menschen, insbesonderen in den ländlichen Gebieten. Trotz der Bemühungen der peruanischen Regierung, die Schere zwischen Arm und Reich zu reduzieren, bestehen weiterhin große Unterschieden in verschiedenen Teilen des Landes. 20% der peruanischen Bevölkerung lebt aktuell in Armut bzw. Extremarmut: mangelhafte Trinkwasserversorgung, Abwassersysteme und Sanitäranlagen, schlechte Gesundheitsversorgung, Mangelernährung insbesondere bei Kindern und schwangeren Frauen, keinen Zugang zu qualitativen Schulbildung, sind einige der Probleme im Land, die wir mit unserer Arbeit bekämpfen möchten. 

 

3. Was magst du am meisten an Perú?

In Peru gibt es insbesondere zwei Dinge die ich liebe und die mich immer wieder begeistern. Zum einem ist da die kulturelle Vielfalt des peruanischen Volkes, die sich in der Gastronomie, der Kunst und in den kulturellen Gewohnheiten der verschiedenen Regionen Perus widerspiegeln. Die uralte Geschichte des Landes hat sicherlich einen wichtigen Einfluss auf unseren kulturellen Reichtum. Zum anderen ist da der Unternehmergeist und die Fähigkeit der Peruaner schwierigen Situationen zu begegnen, aus ihnen zu lernen und in ihnen Chancen zu entdecken, um daraus mit innovativen Ideen gestärkt herauszukommen. Insbesondere haben immer wieder die peruanischen Frauen diese Fähigkeiten gezeigt und sind für uns Vorbild und Stolz zugleich. 

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Mein größter Wunsch für die Zukunft ist es, mittel-und langfristig in einem sicheren Land mit hohen Qualitätsstandards für alle Peruaner zu leben. Dass meine Kinder dieses Land genießen können und ich ihnen mit Stolz erzählen kann, wie wir als Land für diesen Wechsel gearbeitet haben und wie ich persönlich dazu beitragen konnte. 

  

Mo

06

Nov

2017

Update zum Projekt "Über eine qualifizierte Ausbildung zur Existenzsicherung" in Guatemala

Seit März 2016 läuft das Projekt "Über eine qualifizierte Ausbildung zur Existenzsicherung" in Guatemala. Höchste Zeit also, Sie auf den neuesten Stand in diesem Projekt bringen. 

 

Wir sind dem Ziel, 820 bedürftigen Frauen durch eine technische und betriebliche Ausbildung zu verbesserten Lebensbedingungen zu verhelfen schon ein ganzen Stück näher gekommen. Denn bereits über 60% der Teilnehmer haben ihre Ausbildung angefangen oder schon beendet. Im Centro Técnico IJÁ Puerta de Occidente in Santa Cruz del Quiché war der Andrang besonders groß, sodass unser lokaler Partner vor Ort, FUNDAP, sich dazu entschlossen hat weitere, neue Kurse anzubieten. Im Bereich Gastronomie können die Auszubildenden ab sofort auch die Kurse "Guatemaltekische Küche Gourmet Art" und "Internationale Bäckerei" belegen und im Bereich Tourismus besteht nun auch die Möglichkeit den Kurs "Eventmanager und Kellner" zu wählen.  

 

Im Juli 2017 fand die erste Prüfung von Teilnehmern an. Dabei wurden sie von einer Jury, bestehend aus lokalen Unternehmern, geprüft. Anschließend fand eine Messe statt, bei der alle Teilnehmer ihre Produkte vorstellen und verkaufen konnte. Beides wurde zu einem vollen Erfolg für die Teilnehmer. Im September nahm der Kurs "Internationale Konditorei" an einem regionalen Wettbewerb im Bereich Gastronomie in Quetzaltenango teil und gewann prompt!

 

Bisher haben 68% der Absolventen eine berufliche Tätigkeit in ihrer Region begonnen und ihr Einkommen steigern können.

 

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Mo

02

Okt

2017

"Hinter den Kulissen": Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße

Links: José A. Padrão, Arzt, Mitte: Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße, Rechts: Gustav Schmidt, Kameramann, beide Teilnehmer des Projekts »Kenia 2013«
Links: José A. Padrão, Arzt, Mitte: Reinhard Backes, Gründer von Schule statt Straße, Rechts: Gustav Schmidt, Kameramann, beide Teilnehmer des Projekts »Kenia 2013«

Wann und wieso haben Sie sich entschlossen "Schule-statt-Straße" zu gründen?

»Schule statt Strasse« ist 1994 eher spontan entstanden. Im Gespräch mit einem Freund aus Guatemala, aus dem Wunsch heraus, anderen zu helfen, aber sicher auch aus Neugierde auf fremde Länder, Abenteuer- und Reiselust. Dass daraus eine Initiative wird, an der sich im Laufe der Jahre mehr als 200 Freiwillige beteiligen würden, die (inzwischen) 19 Schulbau-Projekte realisiert haben, hat sicher keiner erwartet.

 

Wie viele Projekte haben sie bereits begleitet und betreut? Welche Probleme treten am meisten auf? 

Persönlich war ich bei 9 Projekten dabei, die alle irgendwie eine Herausforderungen waren, weil sie alle über Spenden finanziert werden mussten, weil es immer wieder auch galt, junge Freiwillige zu finden, die anpacken wollen, die Mühen und Risiken nicht scheuen, die bereit sind, Zeit und Geld zu investieren.

 

Wer profitiert am meisten vom Projekt: die Kinder oder die Helfer?

Die Sozialeinsätze sind ein Gewinn für beide Seiten, aber möglicherweise profitieren die jungen freiwilligen Helfer davon am allermeisten. Jeder Einsatz ist eine einmalige Erfahrung, weil du zusammen mit anderen etwas aufbaust. Du schaust einfach über den Tellerrand, erlebst, wie andere leben (müssen), lebst selbst unter einfachsten Bedingungen. Das bringt dich ungemein weiter!

 

Was ist Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

»Schule statt Strasse« ist eine kleine Initiative von Leuten, die sich mit der Not anderer nicht abfinden wollen; und doch haben wir manches erreicht. Wer wirklich etwas verändern möchte, wird viele und vieles bewegen! Das habe ich selbst immer wieder erfahren - und diese Erfahrung wünsche ich gerade jungen Menschen! 

 

Di

26

Sep

2017

"Schule statt Straße" ist Preisträger des 5. Town & Country Stiftungspreises!

Mit dem Bau eines Schlafsaals für 80 Mädchen der "St. Kizito Buyinjabutoole Primary School", wird "Schule-statt-Straße" mit 1000 Euro von der Town & Country Stiftung gefördert. Zusätzlich wurde das Projekt für den NRW-Preis der Stiftung nominiert, in dem der Gewinner aus jedem Bundesland für das beste Projekt nochmals mit 5000 Euro zusätzlich gefördert wird. Also drücken Sie uns die Daumen! Am 24.11.2017 findet die Verleihung statt.