Neues aus unseren Projekten

Mo

21

Okt

2019

Träume werden Realität – Auszubildende aus Guatemala gewinnen Preise in Gastronomie und Modedesign

Das 4. Festival Gastronómico de Occidente (Gastronomiefestival im Westen Guatemalas) fand statt, wo Ausbildungszentren von INTECAP aus verschiedenen Regionen sowie Gastronomieschulen teilnahmen. Insgesamt 20 Medaillen gingen an FUNDAP.

Auch der diesjährige Gewinner des Jab'el Fashion Awards in Panajachel kommt aus dem Hause FUNDAP. Mit seinen Kreationen, angefertigt von Schneiderinnen aus FUNDAP, überzeugte der junge Designer aus Mazatenango die Jury und konnte seinem Traum ein Stückchen näher kommen. 
Hier die besten Fotos zu den Events: 

Mo

21

Okt

2019

GUATEMALA. Reisetagebuch von Joaquín García Clavel (Projektmanager RDS) - April 2019

Mit dem Begleitprogramm für Kleinunternehmer unterstützen wir in Guatemala unsere Absolventen mit persönlichem Coaching und Seminaren bei der Gründung ihrer Geschäfte.

Mitte April war Joaquín für 9 Tage dort, um unsere Projekte zu besuchen - erfahren Sie hier mehr darüber:

„Technische und betriebswirtschaftliche Ausbildung für bedürftige Frauen und Jugendliche aus Retalhuleu, Suchitepéquez und Escuintla zur Verbesserung ihrer Lebens- und Einkommenssituation“

Tag 1:

Nach einer kurzen Nacht in der Hauptstadt fuhren wir (Suriel, Fahrer von FUNDAP, und ich) nach Quetzaltenango, wo wir uns mit dem Team von „FUNDAP Gesundheit und Bildung“ zum Mittagessen trafen. Gesprächsthemen waren unter anderem die aktuelle Situation im Lande und den bisherigen Verlauf unserer Projekte.  Anschließend haben wir im Ausbildungszentrum „El Refugio“ vor einer Gruppe von ehrenamtlichen Gesundheitspromotoren und –promotorinnen den ersten Entwurf von PROSALUD vorgestellt. RDS und FUNDAP arbeiten seit über einem Jahr an der Entwicklung einer mobilen Applikation zur Unterstützung der Gesundheitspromotorinnen in ihrer Arbeit und Fortbildung. Das Feedback der Zuhörer war sehr wichtig für die Weiterentwicklung des Prototyps.

Tag 2:

Bei dem heutigen Besuch eines CEDEs in La Máquina (Region Costa Sur) sprachen wir (die Leiterin des Programms IJÁ, eine Mitarbeterin und ich) mit den TeilnehmerInnen der verschiedenen Ausbildungsgruppen über ihre Motivation, Träume und Lebensbedingungen. Dabei beklagte sich eine junge Mutter über die wenigen Arbeitsmöglichkeiten in der Region und wie sehr FUNDAP ihnen mit dieser Ausbildungsmöglichkeit eine Lebensperspektive schenkt.   

Anschließend besuchten wir eine Absolventin von CEDE und Centro Técnico von FUNDAP in ihrem Geschäft. Sie hat ein naheliegendes Grundstück gekauft und möchte bald einen Raum für Events mit Cateringservice anbieten, da es in ihrer Region ein solches Angebot nicht gibt. Am Nachmittag hatte ich im Centro Técnico „Costa Sur“ Gelegenheit mit den Teilnehmerinnen der verschiedenen Ausbildungsgänge (Kochausbildung (1. und 2. Jahr), Schnitt und Konfektion (1. und 2. Jahr) sowie Friseurhandwerk (1. und 2. Jahr) und ihren Ausbilderinnen ins Gespräch zu kommen. Anschließend fand ein sehr interessantes Gespräch mit Kleinstunternehmern aus dem Förderprojekt für Kleinstunternehmer statt. Sie sind alle Absolventen von Centro Técnico oder CEDE bei FUNDAP und hatten anschließend ihr Kleinstunternehmen gegründet. Der Besuch endete mit einem gemeinsamen – wenn auch spätem – Mittagessen mit dem Personalteam vom IJÁ Costa Sur. Dabei erfuhr ich viel über das Leben, die Alltagsherausforderungen der Auszubildenden sowie die Entwicklung des Projektes. Im letzten Jahr sind die Bewerbungen für die Ausbildungskurse im Centro Técnico stark gestiegen, so dass sie regelrecht „platzen“. Diese Entwicklung ist auch in den anderen Regionen zu spüren und damit verbunden, die Notwendigkeit, ein größeres Ausbildungszentrum zu bauen sowie neues Lehrpersonal einzustellen. Am Spätnachmittag fuhren wir nach Queztaltenango zurück. 

Tag 3: 

Am Vormittag schauten wir bei einer Grundschule in der Nähe von Quetzaltenango vorbei, wo mehrere Kinder am Stipendium Programm von FUNDAP teilnehmen. Es fand ein Workshop mit einer Gruppe Stipendiatinnen aus dieser Schule statt, wobei sie unter anderem eine Fallstudie bearbeiteten und ein bekanntes Lied über das Überwinden von Ängsten aufführen sollten. Anschließend kamen deren Mütter hinzu und nahmen ebenso an einem ähnlichen Programm teil. 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit dem Team des Programms hatte ich ein Treffen mit dem Geschäftsführer von FUNDAP sowie mit der neuen Geschäftsführerin des Programms für Mikrokredite (Mikrokredit und Solidaritätsgruppen). Es war eine sehr schöne Gelegenheit, um dieses Programm (Mikrokredit), einige der darin involvierten Personen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Programmen von FUNDAP ausführlich kennenzulernen. Ebenso haben wir über die bisherige Zusammenarbeit zwischen FUNDAP und RDS sowie unsere jeweiligen Strategien gesprochen und wie diese Zusammenarbeit in Zukunft aussehen könnte. 

Am Abend fand – parallel zu meinem Besuch - ein großes Event für drei junge Auszubildende von FUNDAP in Ciudad de Guatemala statt: auf Einladung des US-amerikanischen Botschafters durften sie vor 800 Gäste (darunter Designer Guatemalas) jeweils zwei eigene Kreationen vorstellen. 

Tag 4: 

San Marcos und die Ausbildung von Gesundheitspromotorinnen standen heute auf dem Plan. In Begleitung der Leiterin des Programms SALUD fuhren wir zu einer Klinik von FUNDAP, wo auch Gesundheitspromotorinnen im 1. Jahr ihre Schulungen bekommen. Im Gespräch mit ihnen erfuhren wir einiges über deren Motivation und Erwartungen am Programm. Am Nachmittag fand im Ausbildungszentrum „San Marcos“ ein zweites Treffen mit ca. 40 ehrenamtlichen Gesundheitspromotorinnen statt. Auch bei dieser Gelegenheit haben wir den Prototyp von PROSALUD vorgestellt und wichtiges Feedback von der Zielgruppe erhalten. 

Tag 5

Im Centro Técnico „El Refugio“ in der Nähe von  Quetzaltenango fand früh am Vormittag eine Messe von KleinunternehmerInnen, alle Absolventen von FUNDAP (einige davon Taubstumme) statt. Hier konnten wir mit jedem einzelnen ins Gespräch kommen und erfuhren ihre Geschichten, Herausforderungen sowie Träume. Besonders beeindruckend war die Begegnung mit Angélica Cua. Wir hatten sie vor zwei Jahren in ihrem neugegründeten Café getroffen und nun befand sie sich im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Köchin. Am Nachmittag fand ein Treffen mit dem Leitungsteam des Programms IJÁ statt, um über den bisherigen Programmverlauf ins Detail und über mögliche Zukunftsprojekte zu sprechen.

Tag 6: 

Ein wichtiges Anliegen von FUNDAP ist die Unterstützung ihrer Absolventen und auch der Kleingenossenschaften bei der Vermarktung ihrer Produkte. Dafür wurde INNOVA (Tochterunternehmen von FUNDAP) gegründet, das die Produkte ihrer Absolventen bzw. Kooperativen ihrer Programme vertreibt. An diesem Tag haben wir zusammen mit einer Mitarbeiterin von "MARYSAL", einem Modeunternehmen aus München, INNOVA und das Ausbildungszentrum "El Refugio" in Quetzaltenango besucht.

Tag 7: 

Ruhetag

Tag 8: 

Auf dem Weg nach Ciudad de Guatemala, hielten wir noch bei FUDI in Tecpán. FUDI ist eine guatemaltekische NRO und arbeitet im Bereich Ausbildung (Landwirtschaft, Schnitt und Konfektion sowie Bäckerei) sowie Basisgesundheit. Gemeinsam mit der neuen Geschäftsführerin von FUDI und die Verantwortlichen der verschiedenen Ausbildungsgängen besuchten wir die Installationen und sprachen über eine mögliche Zusammenarbeit in den nächsten Jahren. 

Tag 9: 

An dem letzten Tag fand ein Termin in der Deutschen Botschaft mit einem Referent für wirtschaftliche Zusammenarbeit statt. Die Arbeit der RDS und unserer Partner in Guatemala wurde präsentiert und es wurde über die Schwerpunkte des Engagements Deutschlands im Lande gesprochen.  

Außerdem traf ich mich mit Vertretern von SOS-Kinderdorf Deutschland, da wir möglicherweise in Zukunft gemeinsame Projekte realisieren möchten.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Deutschland.

Mo

21

Okt

2019

Kimlea Girls' Technical Traning Centre, Kenia

Im Rahmen unseres Projektes in Kenia wollen wir die Ausbildungs– und Gesundheitsqualität in der Region Kiambu verbessern. Dafür werden vier Ausbildungszentren und zwei Grundschulen durch verschiedene Maßnahmen gestärkt: 

- Das Kimlea Girls' Technical Training Centre bildet jährlich 60 Frauen im Bereich Hotellerie aus und bietet Qualifizierungskurse für bedürftige Frauen in diesem Bereich an. Die neue Housekeeping-Unit dient als Ort für Praktika und gleichzeitig als Unterkunft für die Azubis. 

- In weiteren drei Ausbildungszentren werden Kurse in Management und Führung für das dortige Verwaltungs- und Lehrpersonal zur Verbesserung der Qualität ihrer Arbeit angeboten. Ein Netzwerk von Colleges wird zur Förderung der Ausbildungsqualität gegründet. 

- In zwei Grundschulen werden Kinder und ihre Familien an Kurse über Hygiene und gesunde Ernährung teilnehmen.

 

Wir haben dazu inzwischen den ersten Bericht mit Bildern erhalten, den wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen. Welche konkreten Maßnahmen also bereits vor Ort getätigt wurden, sehen Sie hier:

Hygiene- und Ernährungskurs - Kibubuti Primary School, Limuru Mission Primary School

Die Schüler wurden mit nachhaltigen Hygienemaßnahmen und guten Ernährungsgewohnheiten vertraut gemacht, um bestimmte Krankheiten (vor allem Infektionen, Ringwürmer, Hautkrankheiten) vorzubeugen. 

„Smarika Mimi“ (dt. Ich bin klug). 

Jeder teilnehmende Schüler bekam dieses Armband. Sie trugen es begeistert als Erinnerung zum Programm

Kibubuti Primary School:

Limuru Mission School:

Feedback der Schulen:

- Die Schüler sind nun in der Lage, Körperpflege zu üben (z.B. Schuhe polieren) und sauberes Haar zu haben.

- Die Schüler konnten sich die gesunden Essgewohnheiten einprägen.

Schulung von Mitarbeitern (3 Colleges für Menschen mit niedrigem Einkommen)

Ziel: Identifikation der Mitarbeiter mit ihren Aufgaben, sodass sie sich von der Bedeutung und der positiven Wirkung ihrer Arbeit auf die Institution bewusst werden.

Führungs- und Managementfähigkeiten

Ziel: Lehrer und Verwaltungspersonal verstehen die Bedeutung ihrer Arbeit für den Erfolg der Schüler und Colleges klarer, können das Erlernte im Alltag anwenden und konkrete Verbesserungen in ihrer Arbeit umsetzen.

Feedback:

„ Die Gruppendiskussionen, die Präsentationen über Herausforderungen am Arbeitsplatz und deren Bewältigung waren sehr interessant."

„ Das ganze Programm ist sehr lehrreich gewesen."

Digitales Training für das Lehrpersonal von Kimlea

Ziel: Kennenlernen und Anwenden der Einsatzmöglichkeiten von digitalen Medien (z.B. Microsoft Word, Excel, Power Point) im regulären Unterricht, sowie das Sammeln von Erfahrung damit.

Feedback:

„ Das Training war sehr hilfreich."

„ Ich lernte einige Tipps für die Verwendung von Microsoft Excel und YouTube."

„Die Präsentation war sehr gut aufgebaut. Ich lernte andere Grundlagen kennen, die mir dabei helfen werden meinen Unterricht besser vorzubereiten.“

Neue Housekeeping-Unit

Kimlea bietet einen zweijährigen Vollzeitkurs in Hospitality für junge Mädchen und Teilzeitkurse im Bereich des Caterings für Frauen an.

Um die Kapazitäten zu stärken und die Bildung der Mädchen sowie die Lehrmethoden zu verbessern, musste eine Housekeeping-Unit für Ausbildung und Unterkunft aufgebaut werden. 

 

Ausstattung der Housekeeping-Unit und des Ausbildungszentrums Kimlea:

3 Laptops und 3 Projektoren wurden gekauft. Zwei der Projektoren sind bereits in den Klassenzimmern installiert und im Einsatz. 

Ein langes Kabel wurde angeschafft, um an einer der Schulen, in denen die Steckdose nur in einem Teil verfügbar ist, an Strom anschließen zu können. 

Für die Schulung von Lehrern wurde ein Flipchart-Ständer erworben, der für die Präsentationen sehr nützlich ist.

Fotos vom Bau:

Mo

01

Apr

2019

Ein Projekt für junge Frauen in Kongo

Im April startet das 2-jährige Projekt mit unserem Partner Children’s Voice (CV) in Kongo. Durch Kriege und bewaffnete Kämpfe in dem Land haben viele Menschen keine Schulbildung bekommen und sind von schlimmen Erlebnissen traumatisiert. Im Rahmen des Projektes werden 100 Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren eine psychologische und gesundheitliche Betreuung bekommen, um ihre traumatischen Erfahrungen verarbeiten zu können. Zusätzlich werden sie in einem Lernzentrum von CV die Grundschule nachholen und eine erste berufliche Orientierung in Form von Workshops erhalten. Außerdem werden 120 jungen Frauen, die bereits zuvor an Programmen von Children’s Voice teilgenommen haben, an einem Ausbildungsprogramm für Kleinstunternehmertum und Innovation teilnehmen. Das Programm besteht aus einer 6-monatigen Ausbildung, Workshops und persönliches Coaching. Am Ende des Programms werden mindestens 50 von ihnen (allein oder mit anderen Teilnehmerinnen) ein eigenes Unternehmen gründen sowie Zugang zu Mikrokrediten erhalten, um ihren Traum der Selbstständigkeit zu erfüllen.

 

Immer mehr Menschen strömen auf der Suche nach Sicherheit von ländlichen Gebieten in Städte. Der Projektort Goma ist allein in den letzten Jahren um das 10-fache angewachsen. Gerade deswegen gibt es eine große Nachfrage nach Läden und Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs. Um den neuesten Entwicklungen in der Stadt gerecht zu werden, wird zu Beginn des Projektes eine Studie in Goma durchgeführt. Denn so werden wir herausfinden, welche Dienstleistungen besonders gefragt sind und werden dieses Wissen dann in Workshops mit den jungen Frauen anwenden. 

 

Falls Sie mehr zu dem Projekt und Land wissen wollen, lesen Sie auch diesen Artikel.  

 

Fr

22

Mär

2019

Reisebericht Vietnam

Ende Februar war es endlich so weit. Für zwei Wochen flog ich nach Vietnam, um mit unserem Partner vor Ort, Caritas Vietnam, die ersten bereits installierten Wasseraufbereitungsanlagen zu besichtigen. Immer mit an meiner Seite waren Gia, der für mich ins Englische übersetzte, und die Projektleiterin Sister Mary. Wir besuchten eine Anlage in Zentralvietnam (Vinh), fünf weitere im Norden und eine südlich von Ho-Chi-Minh-City. Bei den Besuchen konnte ich die Gelegenheit nutzen mit Einwohnern ins Gespräch zu kommen und mir ihre Erfahrungen zu den Wasseraufbereitungsanlagen anzuhören. Dadurch war jeder Besuch einzigartig und abwechslungsreich. Nur einmal erlebten wir eine Enttäuschung, als wir erfuhren, dass eine Anlage kaputt war. Doch Sister Mary reagierte sofort, rief die Installationsfirma an und machte einen Termin zur Reparatur aus. Zurück in Deutschland bekam ich eine E-Mail, dass die Anlage wieder in Betrieb ist und die Menschen dort wieder sauberes Wasser beziehen können. Während es im Norden fast täglich leicht regnete und die Temperaturen um 18 Grad betrugen, waren es im Süden des Landes mindestens 30 Grad. So hat die Wasseraufbereitungsanlage im Mekong-Delta auch nicht wie manche Anlagen im Norden mit Überschwemmungen zu kämpfen, sondern mit einem sehr hohen Salzgehalt im Boden. Alle Anlagen machen einen super Eindruck, so dass ich zuversichtlich bin, dass sie die Regionen in Zukunft mit sauberem Trinkwasser versorgen werden. Die Projektreise war auch sehr hilfreich, Caritas Vietnam besser kennenzulernen und für die Zukunft noch mehr gemeinsame Projekte zu planen.

 

Maren, RDS Projektmanagement