Neues aus unseren Projekten

Do

11

Okt

2018

FUNDAP-Absolventinnen schneidern für die bekannteste Modedesignerin Guatemalas: Isabella Springmuhl

Diese junge Guatemaltekin, die in der Schule davon träumte Modedesignerin zu werden, schrieb mit 19 Jahren Modegeschichte: Sie präsentierte als erste Designerin mit Down Syndrom ihre Kreationen bei der Fashion Week in London. Fast zwei Jahre später schreibt sie wieder Geschichte, diesmal mit der Initiative „Mujeres por Mujeres“.


Alles begann im April 2018 als Isabella Springmuhl und Shirley Juarez, Projektleiterin bei FUNDAP, sich in Guatemala Stadt kennenlernten. Beide Frauen verbindet die Liebe zur Mode und der Wunsch, benachteiligten Menschen zu helfen, ihre Träume zu realisieren. So entstand die Initiative "Mujeres por Mujeres": 30 Absolventinnen von FUNDAP konfektionierten in den folgenden Monaten Isabellas neue Kollektion. Die 28 neuen Kreationen wurden am 13. September mit Unterstützung der Fundación PEPSICO in der Hauptstadt Guatemalas vorgestellt und verkauft. Mit dem Erlös werden Absolventinnen von FUNDAP auf dem Weg in die Selbstständigkeit durch persönliches Coaching, Seminare und ein Leasingprogramm unterstützt. Das Förderprogramm wurde gemeinsam mit der RDS entwickelt und wird bereits in fünf Departamentos implementiert.

„Ich mache Mode für alle und jeden: für Männer, Frauen, Schwangere ... sogar für Haustiere, aber besonders für Menschen wie mich. Für uns ist es schwer, passende Kleidung zu bekommen, weil wir eine andere Statur haben und unsere Körper eben anders sind“. (Isabella Springmuhl)

Mo

17

Sep

2018

"Schule-statt-Straße" in Kenia

Vom 2. August bis 26. August waren deutsche und kenianische Studenten gemeinsam im Einsatz, um bei der Fertigstellung einer Grundschule in Lodwar, im Norden Kenias, zu helfen. Das Projekt konnte unter Anleitung einheimischer Maurer und Zimmerleute erfolgreich abgeschlossen werden.

 

Lodwar ist die Hauptstadt des »Turkana County« in Nordkenia, einer sehr trockenen Region, gezeichnet von langen Dürreperioden. Weit verbreitet ist die Naturweidewirtschaft, d.h. die Haltung und Nutzung von Schafen, Ziegen und Kamelen. Rund zwei Drittel der Bevölkerung leben als Nomaden, immer auf der Suche nach Weideland und Wasser für die Herden; sie gehören mehrheitlich zum Stamm der Turkana.

 

Aufgrund des Nomadenlebens bleibt vielen der Zugang zu Bildung verwehrt. Nur 30 Prozent der Kinder gehen zur Schule, die Analphabeten-Rate ist hoch. Besonders betroffen sind Jungen und junge Männer, da traditionell die Söhne die Ziegen-, Schaf- und Kamelherden hüten. Zeit für einen Schulbesuch oder gar eine weiterführende Ausbildung haben sie nicht. Deshalb hat die Diözese Lodwar die »St. Augustine Primary School« für Jungen gegründet, die Schüler bis zum Alter von 17 Jahren aufnimmt. Momentan wird sie von 500 Schülern besucht. Die Kapazität sollen in den nächsten Jahren auf 1.000 Schüler erhöht werden.

 

18 junge Freiwillige aus Deutschland und Kenia haben im August 2018 geholfen, den ersten Block der »St. Augustine Primary School« fertigzustellen. Es wurden Wände verputzt, Bodenfliesen verlegt und im 1. Stock Geländer angebracht. Zudem wurde das Schulgebäude innen und außen komplett angestrichen. Dank Spenden in Höhe von 20.000 Euro konnten Maurer und Fliesenleger sowie alle Baumaterialien bezahlt werden.

 

So

12

Aug

2018

"Hinter den Kulissen": Laura Striegler

1. Warum arbeitest du für eine Nicht-Regierungsorganisation (NRO)?

Ich arbeite für eine NRO, die sich das Ziel gesetzt hat, einen ökonomischen Mehrwert für die ländliche Bevölkerung zu schaffen. Soziale Unternehmen sind eine der wenigen Arten der Entwicklungszusammenarbeit, mit der wir die Modernisierungstheorie aus den 1980-1990er Jahren noch realisieren können. Meine größte Motivation ist es, soziale Unternehmen zu promoten und diese zu einem festen Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit werden zu lassen. Alle Menschen auf dieser Welt sollten die Möglichkeit haben sich zu entwickeln. Dies bedeutet zum einen schulische Bildung, zum anderem aber auch die Möglichkeit, durch Arbeit finanziell unabhängig zu werden. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen und arbeite deswegen für eine NRO.

 

2. Was ist das größte Problem in Mali?

Ein großes Problem in Mali ist die gegenwärtige demografische Situation. Fast jeder Mann heiratet 2 bis 4 Frauen, und jede Frau bekommt im Durchschnitt 7,4 Kinder.* Das Durchschnittsalter des Landes liegt bei 15 Jahren. Darüber hinaus hat das Land eine hohe Analphabetenrate, viel Korruption, hohe Arbeitslosigkeit und eine starke Radikalisierung. Weibliche Genitalverstümmelung ist weit verbreitet. Die Beschneidungsrate liegt bei 89%. Man kann sich also vorstellen, wie Mali sich in den nächsten Jahren entwickeln wird. Zu wenig schulische Bildung und ein magerer Arbeitsmarkt lassen eine traurige Zukunft erahnen. 

 

3. Was magst du am liebsten an dem Land?

Die Menschen. Malier sind herzliche und offene Leute. Sie lachen viel, laden dich auf einen Tee ein und sprechen gerne über das Land, die Politik und andere Probleme. Aggressionen sieht man selten, denn sie gehen heftigen Diskussionen aus dem Weg, wodurch man die Gesellschaft als sehr friedlich beschreiben kann.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Es sind einfache Fragen, die ich mir beantwortet wünsche: Warum gibt es keine Müllverbrennungsanlage in Kayes? Warum wird der große internationale Flughafen nicht wieder eröffnet, obwohl man weiß, dass es der Ökonomie gut tut? Warum gibt es keine Schleusen auf den zwei großen Flüssen? Warum gibt es keine Milchproduktion, sondern nur importiertes Milchpulver? Warum wird so viel Nestle und Maggie importiert und nicht eigenständig produziert? Warum kommen selbst die Zwiebeln aus Holland? Ich wünsche mir für Mali und die Malier eine bessere Ökonomie: Mehr Fabriken und eigene Produktion. Dadurch werden Familien feste Jobs und ein soziales Sicherheitsnetz bekommen, und die Kinder können regelmäßig zur Schule gehen.

 

* Im Jahr 2016 betrug die Kindersterblichkeitsrate in Mali rund 110,6. Gemessen an den Lebendgeburten betrug der prozentuale Anteil der Kinder, die 2016 vor der Erreichung des 5. Lebensjahres starben, somit rund 11,06 Prozent. Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/754332/umfrage/kindersterblichkeit-in-mali/

 

Mo

16

Jul

2018

Bildungspatenschaften Enugu: Ein neuer Brief ist eingetroffen!

 

 

 

Liebe RDS-Freunde, 

 

wenn auch Sie neugierig gewurden sind, wie sich die Kinder der Bildungspaten in der Schule schlagen oder Sie sogar zu den Paten gehören, dann können Sie den Brief über diesen Link herunterladen. 

 

Viel Spaß beim Lesen!                                                                      

 

 

Mo

28

Mai

2018

"Hinter den Kulissen": Constantino José Gajardo Fierro

 

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie Fundación Codespa? 

Ich arbeite für Fundación Codespa, eine NRO die sich um verwundbare Menschen in der ganzen Welt kümmert. Unser Ansporn ist es, den Menschen neue Entwicklungsmöglichkeiten im Arbeitssektor und den Zugang zu Mikrodarlehen aufzuzeigen. Vor allem die Langlebigkeit dieser Lösungsansätze motiviert mich immer wieder für eine NRO zu arbeiten. 

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Land?

In der DR Congo haben wir vor allem 2 große Probleme: die humanitäre Krise im fast gesamten Land, sowie die Sicherheit der Menschen. Beide Probleme kommen von den Bürgerkriegen und der Nachkriegszeit. 

 

3. Was magst du am liebsten an der DR Congo?

Die DR Congo ist ein Land mit vielen unterschiedlichen Kulturen und Ethnien. Ich denke, dass ist auch einer der Gründe warum ich hier lebe, um diese Vielfalt zu erkunden.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die Menschen mit denen wir arbeiten, Möglichkeiten finden, um ihre Lebensumstände zu verbessern.