Neues aus unseren Projekten

Mo

05

Feb

2018

"Hinter den Kulissen": Juan Pablo Vizcarra

Ich bin vor 45 Jahren in Arequipa (Perú), am Fuße eines Vulkans, auf die Welt gekommen. Meine Frau und ich haben 3 Töchter und nächstes Jahr feiern wir unseren 25. Hochzeitstag. Ich habe Volkswirtschaft studiert und 2 Masterabschlüsse in Entwicklungszusammenarbeit und in Sozialwirtschaft & Non-Profit-Management absolviert. Seit 20 Jahren arbeite ich für Nicht-Regierungsorganisationen.

 

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie Codenet? 

Wir dürfen die Bedürfnisse unserer Gemeinde und Gesellschaft nicht vergessen. Hier ist vor allem die Armut ist ein großes Problem. Durch unsere tägliche Arbeit sind wir in der Lage gemeinsam mit den Begünstigten neue Ideen zu entwickeln, um dann Projekte durchzuführen, die zu einer gerechteren und sichereren Gesellschaft beitragen.

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Land?

Das größte Problem in meinem Land ist die (extreme) Armut der Bevölkerung (70,6% leben in der Sierra (Hochland), 7,3% an der Küste und 22,2% im Regenwald) verbunden mit dem geringen Bildungsniveau: unter den armen Bevölkerungssichten nur 51,9% schließen die Grundschule ab, die Analphabetenquote liegt bei 20,6% (bei der nicht-armen Bevölkerung liegt sie bei 4,4%). Auch der Zugang zum Gesundheitswesen gestaltet sich schwierig. Des Weiteren ist eine Verbesserung für den Zugang zu Infrastruktur (Wasser und Abwasser, Elektrizität, Straßen-und Technologieinfrastruktur) notwendig. Ebenso stehen wir vor großen ökologischen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam mit den indigenen Völkern und den regionalen Regierungen bewältigen können.

 

3. Was magst du am liebsten an Peru?

Peru ist ein magisches und misteriöses Land mit einer großen kulturellen, ethnischen und kulinarischer Vielfalt durch seine Inka-und koloniale Vergangenheit. Sie haben ihre Spuren hinterlassen, welche wir heute betrachten und genießen können.

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Mithilfe von sozialen Projekten und sozialen Unternehmen möchte ich weiterhin helfen, die Entwicklung meines Landes und der ärmsten Gesellschaftsschichten voranzubringen.

 

Fr

26

Jan

2018

Wir steigen ins Leasing-Geschäft ein!

Ende vergangenen Jahres kam doch noch die gute Nachricht. Das BMZ hatte unsere Bitte - einer Anregung von FUNDAP folgend - um eine Mittelaufstockung für unser Projekt in Solola und Quiché zugestimmt. Ziel der Mittelaufstockung (20.500.- €) war die Beschaffung von einigen Geräten, um diese an 40 bis 50 Absolventen/innen der Programme CEDE (insbesondere) und Centro Técnico während der Gründungsphase für ein Jahr lang zinslos zu verleihen.

Damit reagiert FUNDAP auf ein oft anzutreffendes Problem: Viele der Absolventen haben bereits während der Ausbildung eine einkommenssteigernde Tätigkeit begonnen, in dem sie sich über den Verkauf ihrer „Lehrstücke“ nach und nach eine kleine Kundschaft aufgebaut haben. Viele von ihnen, insbesondere Absolventen von CEDE, würden nach Abschluss ihrer Ausbildung ein kleines Geschäft gründen bzw. fortführen, sind aber nicht in der Lage die notwendigen Geräten (Nähmaschine, Herd, Mixer, ...) zu finanzieren. Durch dieses "Leasing-Programm" will FUNDAP sie in der Gründungsphase unterstützen. In diesem Jahr können die Absolventen/innen ihr Geschäft aufbauen und genügend Einnahmen zur Anschaffung eigener Geräte generieren.

Die Ausleihe erfolgt auf Basis eines Leasingvertrags zwischen FUNDAP und den Absolventen. Darin verpflichtet sich der Leasingnehmer dazu, das Gerät sorgfältig zum Betreiben ihres Geschäftes zu nutzen und nach einem Jahr an FUNDAP zurückzugeben. FUNDAP wird die Geräte anschließend nach Bedarf warten und wieder an neuen Absolventen verleihen.

Die Leasingkandidaten müssen ihre Ausbildung erfolgreich absolviert haben, ein Geschäft bereits initiiert oder über einen konkreten Business Plan verfügen, aus dem die unmittelbare Gründung eines Kleingeschäftes hervorgeht. Während dieses Jahr werden die Kleinstunternehmerinnen vom Fachpersonal in Fragen der Produktherstellung und Produktqualität beraten. FUNDAP hat bereits im Centro Técnico Altiplano (Quetzaltenango) ein kleines Pilotprojekt dieser Art durchgeführt und sehr positive Ergebnisse erzielt.

Mo

15

Jan

2018

Kongo: Ein reiches Land in dem die Armut von Jahr zu Jahr zunimmt

Kongo ist eines der reichsten Länder bezogen auf Bodenschätze. Vor allem der Reichtum an Coltan, Kobalt und Gold macht die demokratische Republik für die Hersteller von Smartphones und Laptops interessant. Und die Leute im Land arm! Denn diese Rohstoffe verursachen Kriege zwischen der Regierung und illegalen, bewaffneten Gruppierungen um Minen, vor denen die (ländliche) Bevölkerung ins Ausland oder in große Städte flieht. In einer dieser Städte, Goma (Provinz Nord Kivu), startet das neueste Projekt der RDS mit dem lokalen Partner Children's Voice. 

 

Goma ist eine Stadt nahe der Grenze zu Ruanda und ist in den letzten 10 Jahren um das 10-fache gewachsen. In der Stadt gibt es keine Arbeit für die Flüchtlinge und viele von ihnen haben keine Schule besucht, denn Kinder arbeiten oft als billige Arbeitskraft in den Minen. Hinzukommt, dass viele Mädchen (43%) vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet werden und jede zweite noch vor Erreichen des 18. Lebensjahres ihr erstes Kind zur Welt bringt (CIS Survey 2014). 

 

An dem Projekt werden 220 Jugendliche und Frauen teilnehmen. Die Jugendlichen erhalten Alphabetisierungskurse und 100 Frauen werden eine Ausbildung, z.B. als Köchin, Näherin, Friseurin oder Bäckerin absolvieren. Denn gerade Berufe für den alltäglichen Bedarf sind gefragt, weil die Stadt schnell wächst und immer mehr Menschen kommen. 75 weitere Frauen werden eine professionelle Ausbildung erhalten und mit Mikrodarlehen unterstützt, um ihren eigenen Betrieb/Geschäft zu eröffnen. Das einjährige Projekt wird voraussichtlich im Juli 2018 starten.

 

Mo

18

Dez

2017

"Hinter den Kulissen": Ebele Odinachi

1. Warum arbeitest du für eine NRO (Nichtregierungsorganisation) wie CIDJAP?

Es gibt 4 Hauptgründe, warum ich für CIDJAP arbeite. Zunächst einmal möchte ich Menschen in ihren Fähigkeiten stärken, die integrale Entwicklung fördern und Ungerechtigkeit bekämpfen. Ich möchte den Menschen Hoffnung schenken und Frieden verbreiten. Zweitens bewundere ich den Spirit des Gründers von CIDJAP, Msgr. Obiora Ike. Er arbeitet jeden Tag sehr hart dafür, Gerechtigkeit zu schaffen und ist eine Stimme für die weniger privilegierten Menschen unter uns. Die Arbeit bei CIDJAP ermöglicht es mir, ebenfalls für die ärmeren Menschen dazu sein und sie zu unterstützen. Drittens möchte ich Kindern helfen, eine bessere Zukunft zu erlangen und als letzten Punkt, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen!

 

2. Was ist das größte Problem in deinem Heimatland Nigeria?

Das größte Problem in Nigeria ist die Armut, die durch eine schlechte Regierungsführung entstanden ist. Nigeria ist ein Land voller natürlicher und humaner Ressourcen, aber der schlechte Führungsstil hat Rückstand, Bestechung, Korruption, Ungerechtigkeit und Bitterkeit mit sich gebracht. Dies führt sowohl zur geistigen wie auch körperlichen Armut, Unsicherheit, Hilflosigkeit und in schlimmen Fällen zu Depressionen. Die Jugend (vor allem die Ungebildeten) sehen den (legalen oder illegalen) Weg ins Ausland als einzigen Ausweg in eine bessere Zukunft. 

 

3. Was magst du am liebsten an deinem Land?

Nigerianer, hier vor allem die indigenen Völker im Osten des Landes, sind sehr fröhliche und soziale Menschen. Trotz ihrer schwierigen Situation kümmern sie sich gegenseitig um ihre Mitmenschen und machen Witze in schwierigen Lagen, um so den Schmerz zu lindern. Sie feiern die kleinen Dinge im Leben und wissen diese zu schätzen. In vielen Aspekten des Lebens sind sie unternehmenslustig und mutig zugleich. Das macht mich stolz. 

 

4. Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Ich wünsche mir eine Zukunft, in der Bildung wirklich kostenfrei für alle ist. Eine Zukunft in der sich die Gesellschaft um alle Kinder kümmert und positive Veränderungen für die Gesellschaft stattfinden. Ich wünsche mir eine Zukunft ohne mentale Armut, die zu Unruhe und Unsicherheit in Familien führt, sowie zur Entwertung der Familienwerte, Scheidungen, etc. Denn gerade getrennt lebende Familien sind für Kinder und Jugendliche besonders hart. Ich möchte, dass Hochschulabgänger zukünftig die Möglichkeit haben, Jobs zu bekommen und einen Beitrag für unser Land leisten. Vielen Dank! 

Mo

18

Dez

2017

Brief an das Christkind

Liebes Christkind,
 
Weihnachten steht wieder vor der Tür und wie jedes Jahr stehe ich vor der besten und schwierigsten Aufgabe des Jahres: Dir meine Wünsche für das kommende Fest aufzuschreiben. Meine Eltern meinen, ich soll mich auf drei bis vier Wünschen konzentrieren. Also nehme ich vier:
 
1. 50 Maschinen für unser neues Leasingprogramm in Guatemala und Peru, damit unsere Absolventinnen direkt mit ihrem eigenen Betrieb beginnen können: 100 €/Maschine
2. Schulmaterial für den Koffer von Joaquín. Er fliegt Ende Februar wieder nach Guatemala und nimmt gerne Schulmaterial für die Grundschulkinder mit: 25.- €/Set
3. Ein Monatsgehalt für unsere studentische Aushilfe, die unter vielem anderen dafür sorgt, dass wir unsere Newsletter herausgeben können: 200.- €/Monat
4. 100 Freunde mehr (Newsletter & Facebook), die gemeinsam mit uns die Welt der Freunde der RDS verändern möchten: 100 Empfehlungen ;)
 
Liebes Christkind, das wäre es für dieses Weihnachtsfest. Herzlichen Dank für das tolle Jahr 2017 und segne alle Familien unserer Freunde in Deutschland, der Elfenbeinküste, Guatemala, Kongo, Mali, Peru, Uganda und Vietnam.
 
Liebe Grüße,
dein RDS-Team

 

Hier kannst du einige der Geschenke deponieren ;)