Neues aus unseren Projekten

Mo

01

Apr

2019

Ein Projekt für junge Frauen in Kongo

Im April startet das 2-jährige Projekt mit unserem Partner Children’s Voice (CV) in Kongo. Durch Kriege und bewaffnete Kämpfe in dem Land haben viele Menschen keine Schulbildung bekommen und sind von schlimmen Erlebnissen traumatisiert. Im Rahmen des Projektes werden 100 Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren eine psychologische und gesundheitliche Betreuung bekommen, um ihre traumatischen Erfahrungen verarbeiten zu können. Zusätzlich werden sie in einem Lernzentrum von CV die Grundschule nachholen und eine erste berufliche Orientierung in Form von Workshops erhalten. Außerdem werden 120 jungen Frauen, die bereits zuvor an Programmen von Children’s Voice teilgenommen haben, an einem Ausbildungsprogramm für Kleinstunternehmertum und Innovation teilnehmen. Das Programm besteht aus einer 6-monatigen Ausbildung, Workshops und persönliches Coaching. Am Ende des Programms werden mindestens 50 von ihnen (allein oder mit anderen Teilnehmerinnen) ein eigenes Unternehmen gründen sowie Zugang zu Mikrokrediten erhalten, um ihren Traum der Selbstständigkeit zu erfüllen.

 

Immer mehr Menschen strömen auf der Suche nach Sicherheit von ländlichen Gebieten in Städte. Der Projektort Goma ist allein in den letzten Jahren um das 10-fache angewachsen. Gerade deswegen gibt es eine große Nachfrage nach Läden und Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs. Um den neuesten Entwicklungen in der Stadt gerecht zu werden, wird zu Beginn des Projektes eine Studie in Goma durchgeführt. Denn so werden wir herausfinden, welche Dienstleistungen besonders gefragt sind und werden dieses Wissen dann in Workshops mit den jungen Frauen anwenden. 

 

Falls Sie mehr zu dem Projekt und Land wissen wollen, lesen Sie auch diesen Artikel.  

 

Fr

22

Mär

2019

Reisebericht Vietnam

Ende Februar war es endlich so weit. Für zwei Wochen flog ich nach Vietnam, um mit unserem Partner vor Ort, Caritas Vietnam, die ersten bereits installierten Wasseraufbereitungsanlagen zu besichtigen. Immer mit an meiner Seite waren Gia, der für mich ins Englische übersetzte, und die Projektleiterin Sister Mary. Wir besuchten eine Anlage in Zentralvietnam (Vinh), fünf weitere im Norden und eine südlich von Ho-Chi-Minh-City. Bei den Besuchen konnte ich die Gelegenheit nutzen mit Einwohnern ins Gespräch zu kommen und mir ihre Erfahrungen zu den Wasseraufbereitungsanlagen anzuhören. Dadurch war jeder Besuch einzigartig und abwechslungsreich. Nur einmal erlebten wir eine Enttäuschung, als wir erfuhren, dass eine Anlage kaputt war. Doch Sister Mary reagierte sofort, rief die Installationsfirma an und machte einen Termin zur Reparatur aus. Zurück in Deutschland bekam ich eine E-Mail, dass die Anlage wieder in Betrieb ist und die Menschen dort wieder sauberes Wasser beziehen können. Während es im Norden fast täglich leicht regnete und die Temperaturen um 18 Grad betrugen, waren es im Süden des Landes mindestens 30 Grad. So hat die Wasseraufbereitungsanlage im Mekong-Delta auch nicht wie manche Anlagen im Norden mit Überschwemmungen zu kämpfen, sondern mit einem sehr hohen Salzgehalt im Boden. Alle Anlagen machen einen super Eindruck, so dass ich zuversichtlich bin, dass sie die Regionen in Zukunft mit sauberem Trinkwasser versorgen werden. Die Projektreise war auch sehr hilfreich, Caritas Vietnam besser kennenzulernen und für die Zukunft noch mehr gemeinsame Projekte zu planen.

 

Maren, RDS Projektmanagement

 

Mo

25

Feb

2019

PROSALUD: Digitalisierung im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Entwicklung unserer App „PROSALUD – Wissen, Lernen, Handeln“ in Kooperation mit FUNDAP und einem Studenten der TH-Köln kommt voran. Heute zeigen wir Ihnen die ersten Screenshots.

In Zusammenarbeit mit FUNDAP wollen wir in der RDS mit der Entwicklung der App „PROSALUD - Wissen, Lernen, Handeln“ eine innovative Lösung anbieten, um die Arbeit und die Weiterbildung der Gesundheitspromotorinnen in Guatemala zu unterstützen.

 

PROSALUD soll aus 3 Funktionen bestehen: 

 

1. Diagnose-Tool und WIKI-Bereich: Anhand von ausgewählten Symptomen bietet PROSALUD dem User eine Reihe von möglichen Diagnosen an und stellt weitere Informationen zur Diagnosestellung und Behandlung zur Verfügung. Diese Informationen können über die App offline abgerufen werden. Darüber hinaus stehen weitere Informationen und Kurzvideos zu Krankheitsbildern (insbesondere in den Bereichen Mutter-Kind-Gesundheit, Unter- und Mangelernährung, Krankheiten der Atmungswege), Behandlungsmethoden sowie Hygiene zum Download zur Verfügung.

 

2. Örtliche Information über die nächstliegenden Behandlungszentren: Hier finden die Nutzer die nächstgelegene Gesundheitsstation oder Krankenhaus, die aktuellen Kontaktpersonen sowie Angaben zu den für die Behandlung notwendigen Dokumenten. Diese Information ist besonders relevant, da eine wichtige Aufgabe der Gesundheitspromotorin die Einweisung (eine Empfehlung im eigentlichen Sinne) der Patienten in die nächstliegende Gesundheitsstation oder Krankenhaus ist.

 

 

3. Reporting Funktion: PROSALUD wird mit den Kliniken und Ausbildungszentren von FUNDAP vernetzt sein. Die Gesundheitspromotorinnen können für jeden behandelten Patienten eine Online-Kartei mit einigen Daten des Patienten (Geschlecht, Alter, Symptome, Diagnose, Behandlung, etc.) erstellen. Diese Karteien werden bei Gelegenheit mit den entsprechenden Referenz-Kliniken synchronisiert. Dadurch können die Ärzte oder das Ausbildungspersonal die Arbeit der Gesundheitspromotorinnen betreuen, beraten und die Ausbreitung von Krankheiten in bestimmten Regionen rechtzeitig erkennen und die Gesundheitspromotorinnen entsprechend informieren.

 

Mo

25

Feb

2019

Geschafft! Eindrücke aus der Abschlussfeier im Ausbildungszentrum Costa Sur

Nach einem intensiven Ausbildungsjahr, spannenden Wettwerben und erfolgreichen Abschlussprüfungen feierten unsere Absolventen mit ihren Familien ihre verdiente Graduation. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender im Namen unserer Azubis!

Mo

11

Feb

2019

Projekt im Chanchamayo-Tal: Was hat sich verändert?

An dem Projekt „Einkommenssteigerung für Kleinbauern und Erhalt der Biodiversität im Chanchamayo-Tal“ haben 500 Kleinbauernfamilien (insgesamt ca. 2.500 Menschen) teilgenommen.

 

Durch das Projekt, welches mit dem lokalen Partner APRODES durchgeführt wurde, haben die Kleinbauern nachhaltige und effektive Anbaumethoden durch die Einführung von Agroforstsystemen kennengelernt, um ihr Einkommen zu steigern. Es gab  4 wesentliche Oberziele im Projekt: Erhalt der Biodiversität im Chanchamayo Tal, Anpassung agroforstlicher Produktion an klimatische Veränderungen, Reduzierung von Treibhausgasemissionen und Schulung von privaten und öffentlichen Umweltakteuren in umweltrelevanten Aktionen. Das Projekt endete nach 3 Jahren am 31.08.2018. Anschließend wurde eine externe Evaluierung durchgeführt.

 

Das Evaluierungsteam ist zu dem Entschluss gekommen, dass das Projekt sehr erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Kleinbauern haben auf ihrem Land ein Agroforstsystem eingeführt, wodurch sich die Bodenqualität und die Ernte verbessert haben. Unterstützt wurde diese Maßnahme durch Schulungen und technische Hilfe, sowie den Anbau alternativer Nutzpflanzen wie Kaffee. Durch die begonnene Wiederaufforstung werden die Wälder gestärkt und bieten Schutz vor Erosionen und kontrollieren den Ablauf der Flüsse. Die Kleinbauern erkennen die Bedeutung der Verringerung der Waldverbrennungen an, und sehen sich verpflichtet den Erhalt der Primärwaldgebiete zum Schutz von Flora und Fauna zu fördern.

 

Das Einkommen der Kleinbauernfamilien ist im Jahr 2017 um 134,22% gestiegen, im Jahr 2018 sogar um 145% seit Projektbeginn, nämlich von 118.- € auf 290.- € (Projektziel war ein Anstieg von 25%). Mit dem tatsächlichen Anstieg hat sich die Qualität der Ernährung und anderer grundlegender Bedürfnisse der Zielgruppe stark verbessert. Abschließend ist festzuhalten, dass die Erwartungen zu Beginn des Projekts bei weitem übertroffen wurden.