Verbesserung der Hygiene- und Wohnverhältnisse von Kleinbauerfamilien in Pangoa (Junín / Peru)


Im Distrikt Pangoa in Peru lebt rund 40 % der Bevölkerung in Armut und 18% in extremer Armut. Pangoa ist der ärmste Distrikt im Departmento Junín und gehört zu den ärmsten im ganzen Land. Es gibt keine oder nur unzureichende Wasseranschlüsse, keine angemessenen Sanitäranlagen und auch keine geregelte Abwasser- oder Müllentsorgung. Meist werden Abfälle einfach in die Landschaft geworfen - mit negativen Folgen für die Gesundheit der Einwohner, insbesondere der Kinder: Sie wachsen mit Krankheiten auf, die die chronische Unterernährung verstärken. Die Kindersterblichkeitsrate ist mit 17,5% sehr hoch. Die häufigsten Todesursachen sind Durchfallerkrankungen und Atemwegsinfektionen. Die Familien in Pangoa haben keine Möglichkeit aus eigener Kraft die hygienischen Wohn-verhältnisse in ihren Dorfgemeinschaften zu verbessern.

 

Im Anschluss an das im März 2014 beendete Vorprojekt "Kaffee und Kakao: Kleinbauern zum erträglichen Familieneinkommen verhelfen" wurde nun die Notwendigkeit angegangen, die hygienischen Wohnverhältnisse zu verbessern und eine gesunde Umwelt zu schaffen. Das Projekt wird die Lebensbedingungen von 150 Familien in den drei Dorfgemeinschaften Alto Chavini, Quimotari und Bolívar in folgenden Bereichen deutlich verbessern: Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, Hygiene sowie die Ernährung von Kindern unter 5 Jahren.

 

In dem Gebiet von Alto Chavini müssen die Menschen bisher ihren täglichen Bedarf an Wasser aus Flüssen decken. Im Rahmen des Projekts wird ein System der zentralen Wasserversorgung installiert. Zur Reinigung des Abwassers wird ein entsprechendes System installiert. In Quimotari und Bolívar wird die Wasserversorgung repariert und instand gesetzt. Jede Familie erhält zusätzlich ein eigenes Wasserreservoir und eine Sanitäranlage mit einem Becken für den biologischen Abbau des Abwassers. Die betroffenen Familien werden in der Nutzung der Anlagen geschult. So dass sie nach Projektauslauf in der Lage sind, sie mit geringem Eigenaufwand instand zu halten. Die Schulung der Familien in Fragen der Hygiene und der sauberen Umwelt, z.B. durch Kampagnen zur Parasitenbekämpfung und gesunden Ernährung, hilft, die Gesundheit der Bewohner zu verbessern und die Kindersterblichkeitsrate zu verringern. Durch die Bildung und Schulung von 3 Sanierungsteams, Gesundheitshelfern und Dorfkomitees, sowie die Schulung von Lehrkräften über Trinkwasser und Trennung von Abfällen, werden lokale Akteure zur Förderung der Gesundheit und einer sauberen Umwelt gestärkt. 

 

Das Projekt hat eine Laufzeit von 2 Jahren und kostet insgesamt 518.801€.